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Today ist the day

Mit ganz gemischten Gefühlen in den letzten Monaten, bin ich diesem Tag entgegengesteuert.

Seit 49 Minuten bin ich nun 60.

Wie fühlt sich das an? Gut, ja. Besser, als ich dachte.

Der Zug fährt noch einmal an, mit Volldampf. Wie oft noch?

Doch diesmal. Diesmal – spring ich noch auf.  Und die nächste Station? Ich kenn sie nicht!

Das ist vielleicht das wirklich Schönste – das Unbekannte. An einem 60sten. Kein Ziel – das ist das Ziel.

Und doch. Zurückgekehrt ist etwas, das ich schon fast verloren glaubte.

Meine Träume.

…ob mir das Schreiben in den letzten Wochen gefehlt hat. Die Sinnkrise, die ich zurzeit durchlebe, kann ich mit meinen Worten nicht beschreiben. Nicht, das sie gewaltig wäre, nein. Gerade in den Feinheiten fehlt mir das Handwerkzeug, diese verständlich nieder zu schreiben.

Es geht um das Westerwelle Thema, Arbeit MUSS sich lohnen. MUSS sie das? Und was ist „Lohn“ – nur ein monetärer Ausgleich? Nein!

Versuche ich das, in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu sehen, komm ich vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und entferne mich dabei mit jedem weiteren Gedanken in einen fast schier endlos erscheinenden Diskussionsraum. Also, lass ich das mal jetzt.

Nah, und vielleicht sogar ursprünglich in diesem Thema sind aber die Grundgedanken der abendländischen Religionen. Wie lange bewegen uns diese Themen schon? Ja, dazu hätte ich schon gerne geschrieben. Doch auch hier fällt es mir schwer, die Gedanken in ein logisches Gebilde zu bringen.

Das Judentum, das in seinem Ursprung die Befreiung aus der Sklaverei in sich trägt, mit den Grundwerten der Freiheit und Emanzipation, und das Christentum, das mit „Liebe“ und „Nächstenliebe“ die Menschen aus der archaischen Barbarei befreien wollte – was für eine wunderbare Symbiose könnte das sein.

Meine große Bewunderung gilt dabei den Menschen, die diese Werte sichtbar in die Welt gebracht haben und bringen. Dabei hadere ich mit meinem kleinen Gehirn dass es mir einfach nicht ermöglicht die Menschen zu verstehen, die diese wertvollsten  Menschengrundrechte in eine fanatische Gotteswelt transferieren. Zwei Schritte vor – einer zurück.

Allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2012, das wahrscheinlich auch im neuen Jahr unsere größte Fähigkeit in Anspruch nehmen wird: Anpassung – gelenkt von einem wachen und freien Geist.

Seit Tagen gehen mir die Begriffe „Freiheit, Stimmvieh und Sklaverei“ durch den Kopf. Warum – vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

Wie ich das im „Jetzt“ empfinde, vielleicht einmal am nachfolgendem Beispiel:

Wer nicht durch seinen Arbeitgeber in einer Krankenkasse pflichtversichert ist, muss sich selbst um seine Krankenversicherung kümmern. Dagegen ist ja mal erst nichts einzuwenden. Doch ist ja eine Krankenkasse mittlerweile keine Krankenkasse mehr, sondern eine Vollzugs-und Überwachungsbehörde ordnungsgemäßer Steuererklärungen – was ich bislang bei den von Bürgern über Steuern bezahlten Behörden angesiedelt hatte – vornehmlich dem Finanzamt.

Die Überwachung von Einkünften, verbunden mit den Steuerzahlungen, hat nun der Staat für einen großen Teil der Bürger über eine linke Hintertür „outgesourct“, und sozusagen noch „duty free“.

Wie hat er das gemacht?

Etwas vereinfacht: Jeder „freiwillig“ Krankenversicherte (schon das ist ein Hohn im Wort, da jeder vom Gesetz her krankenversichert sein muss – klar, sonst funktioniert das System der Überwachung nicht) zahlt als erstes einmal den Höchstbeitrag zur Krankenversicherung, das sind ca:

650,00 Euro / MONAT (incl. der Pflicht-Pflegeversicherung),

unabhängig der tatsächlichen Einkünfte, selbst, wenn diese z.B. nur 400,– Eur/Monat wären. Interessiert nicht.

Der gesetzlich festgelegte Beitrag wird erst dann ermittelt, wenn ein Steuerbescheid des Finanzamtes der Krankenkasse vorgelegt wird. Kein Steuerbescheid – keinerlei Ermäßigung.

Verändern sich die Einkünfte, sind für die Beitragsanpassungen unabdingbar wieder Steuerbescheide notwendig. So überwachen also die Krankenkassen die Abgabe der Steuererklärungen.

Doch diese Überwachungen sind ja kein Perpetuum mobile – die hierzu notwendigen administrativen Aufgaben bezahlt jeder:  über die Krankenkassenbeiträge.

Clever – was? Wir bezahlen unsere eigene Überwachung.

Doch damit nicht genug.

Die Krankenkasse will mehr wissen. Und um an dieses Wissen zu gelangen, werden Beiträge auf alles fällig, selbst z.B. auf Zinseinkünfte, so lese ich jetzt, die unter den Steuerfreibeträgen liegt, und, und, und…

Und damit die Krankenkassen auch das Geld schnell und unbürokratisch eintreiben können, hat man ihnen viele Gesetze anhand gegeben. Schlug und drohte man früher mit der Peitsche, macht man es jetzt mit §-en.

So, und am Schluss noch ein Link mit der Entwicklung der Krankenkassenbeiträge von 1970 mit seinen 8,2 % bis 2011 mit seinen 15,5 % .

Sagt mal, was machen die eigentlich mit unserem ganzen Geld? Ist das jetzt in Griechenland?

Viel privates..

wie auch berufliches, was mich zur Zeit sehr beschäftigt, würde ich in diesem blog NICHT an der richtigen Stelle empfinden.

Wie an einer Demarkationslinie, stehen sich Intro- und Extrovertierheit gegenüber, schauen sich fragend an: Springst du, oder ich?

Doch, und das hoffe ich oder bin zumindest bereit mir das im positiven Sinne einzureden, fließen die Gedanken dieses blogs und derer, die ich lese, in die hier nicht veröffentlichen Beiträge der vielen, täglichen und kleinen Entscheidungen ein. Zum Immer-Wieder-(Neu-)-(er-)finden meines Weges. (Ja, deutsche Sprache – schöne Sprache, und in blogs ist vieles erlaubt, oder?)

Vielleicht tragen aber auch die blogs, die in meinem feed-reader stehen, die großen Überschriften, die mir auf der ständigen Suche nach Orientierung zur Seite stehen. Die Kleinarbeit mache ich dann gerne selber und wollte ich sie hier einstellen, ich weiß nicht? – ob wordpress wirklich soviel Gigabyte Arbeitsspeicher hat?

Und wenn mir auch dieser Beitrag nicht als sonderlich gut gelungen erscheint, so ist das egal und unwichtig, gehört er für mich doch zum Gedankengut des: GEBEN und NEHMEN. Ich „lese“ in blogs und ich möchte zum „Lesen“ geben. Es muss jetzt nicht der Inhalt von großem und klugen Inhalt sein, obwohl das schon schön wäre,

was glaube ich zählt, ist die: Bereitschaft.

Und das sind, so meine ich, Überschriften.

Über Verantwortung…

… kann man jetzt mal wieder sprechen. Nun gut, was heißt jetzt, darüber kann man immer sprechen, schreiben, nachdenken und vor allem: Taten folgen lassen. „Verantwortung“ wieder in das Bewusstsein zurück holen ( also aus dem darben dahinvegetieren im Unbewussten ausbuddeln und zu schauen, ob es noch etwas mit uns zu tun hat).

Wie hieß noch mal die letzte Seuchengefahr? Richtig: Vogelgrippe.

Zum Glück, sie hat erst wenige erfasst, doch: sie bleibt und ist höchst (und schnell) ansteckend. Und wenn das eigene Immunsystem mal nicht auf der geforderten Höhe zur  Abwehr aller Ansteckungen ist, -schwups, schon hat man sich angesteckt.

Wie schützt man sich davor?

Nun, eine Möglichkeit ist, die Kranken in einer Quarantänestation zu isolieren. Schwieriges Unterfangen. Die Alternative wäre, sich selbst als Gesunder in eine Isolation zu begeben, und den Kranken das Zepter der Handlung zu überlassen. Find ich aber irgendwie nicht so gut.

Ein immer gut vorbeugendes Mittel ist: Hygiene!

Ja, das kann manchmal etwas mühsam und aufwendig sein. Immer wieder achtsam zu sein, ob alle notwendigen Desinfektionsmaßnahmen eingehalten werden, ob die Distanz zu den Kranken noch ausreichend groß genug ist um eine Ansteckung zu vermeiden und auch, zur Stärkung des Immunsystems: Eine gesunde und vitaminreiche Kost.

Also, blogger aller Welt, schreibt, schreibt, schreibt – damit wir uns gesund ernähren können.

Black out

Ich möchte wetten, es war doch erst gestern oder allerhöchstens vorgestern, dass ich diesen Kalender aufgehangen habe. Versteht ihr das? Heute soll danach angeblich der 3. November sein.

Abgesehen davon, das dieses Bild einer meiner neu gewünschten Regelungen entspricht: „Perfektion ja, aber nur da wo sie notwendig ist“: Wieso ist denn jetzt schon wieder in weniger als 3 Wochen Eröffung des „Leipziger Weihnachtsmarktes“? Und – wieso werden denn schon wieder in 6 Wochen die Tage länger und die Nächte kürzer?

300 Tage – fehlen mir. Wer hat sie genommen?

Transformierte Zitate

„Erst im Dunkeln – kannst du die Sterne seh`n“

R.W.E.

(When it is darkest, men see the stars)

Tag 2 nach x

Der Wohnwagen ist schon wieder abgetakelt und erwartet ein hoffentlich baldiges Remake der letzten 4 Wochen. Tja, dieses Bild mussten wir uns in den letzten Tagen jeden morgen ansehen :) :

Dabei, so wie wir in den letzten Tagen erfahren haben, sind wir mit 25 Grad Tagestemperatur mitten in eine Kaltfront hineingeraten :) . Da haben es die vielen Wohnmobile, die in den nächsten 2 Wochen in Ragusa erwartet werden, besser. Sollen sie auch – wollen die meisten dort bis Weihnachten zum Überwintern bleiben.

Es war Nachsaison in Sizilien – und das hat etwas. Ruhe! Und doch die meisten Reisenden Gleichaltrig, was zu leichten und mühelosen small Talks führte, die auch hin und wieder in sehr intensiven Gesprächen (und spät) endeten.

Aber was soll ich sagen – alles in allem: Es war GIGANTISCH!!!!!!!,

und das trifft es auch nur annährend. Dieses Prädikat ist allerdings nicht eine alleinige Hommage an die Insel Sizilien. Es hat auch viel mit den gesamten Begleitumständen zu tun, die diese Tage so wertvoll machen. Es hätte  vielleicht somit – auch überall sein können. Denn, nicht zuletzt, lag es auch an der großzügigen Auszeit, die uns selbst noch eine sehr schöne, ruhige und stressfreie Rückfahrt ermöglichte. Es war vom Timing einfach optimal, eine Planungsgröße,  die ich bisher nicht in dieser Bedeutung erkannt hatte.

Allerdings waren die letzten 4 urlaubslosen Jahre so anstrengend, dass ich noch nicht das befreiende Gefühl einer Regeneration verspüre. Doch, wie Christa schon schreibt: Nach der Reise ist vor der Reise, und so schauen wir auch schon wieder im Internet, wann und wo uns welche Fähre über das Mittelmeer wieder zu einem sonnigen Platz bringen kann, aber das bitte: SUBITO!

Tag 21 von x…

..und die Vorplanungen für die mehrtägige Rückreise haben begonnen. Dinge, die mich in den letzten Tagen erreicht haben, möchte ich ohne größeren Kommentar hier niederschreiben:

1.“…Glücksgefühle sind nichts, was man direkt anpeilen kann. Sie sind das NEBENPRODUKT  von anderen Dingen im Leben. Glück erfahren wir weniger beim Erreichen eines bestimmten Zieles, sondern auf dem Weg dorthin, wenn wir dabei Schwierigkeiten überwinden und über uns hinauswachsen, wenn wir uns anstrengen und vielleicht auch Versagungen auf uns nehmen. Es gibt kein anhaltendes Glück ohne Herausforderungen, Risiken und psychisches Wachstum.“  (Aus der PH, Oktober 2011)

2.“Finde heraus was du nicht gut kannst – und lass es bleiben“ (Karrierebibel)

3. In den Nachrichten lese ich u.a. von Reinhard Meys Sohn, der nach einer Lungenentzündung ins Wachkomma fiel. Was für eine große Freude für unser Lebens, wenn die Kinder gesund sind. Auch sehe ich viele  hier auf der Insel, die ihren Herbst, wie auch den Herbst an sich, in der Sonne genießen, nicht selten, mit und nach Krankheiten, und auch nicht selten, beruflich entsprungen. Ich wünsche allen Lesern dieser wenigen Zeilen, und selbstverständlich auch allen Nichtlesern: Bleibt gesund!

(Ragusa im Oktober 2011)

Tag 15 von x…

…doch der Schein trügt!

Ganz langsam spüre ich eine aufkommende Distanz zum Tagesgeschäft in Leipzig. Herauskommend aus diesem ständigen Reagieren müssen auf Tagesereignisse spüre ich auch, das ich in der nächsten Zeit noch viel Zeit für mich persönlich brauchen werde. Es wird noch Monate brauchen – die Zeit der Rekonvalenz. Zeit für Orientierung – die ich nicht geschenkt bekommen werde, sondern mir im Rad eines wirtschaftlichen Getriebes erkämpfen muss und WERDE! 

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