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Das Ganze

“ Menschen verhalten sich in Gruppen wie ein Fischschwarm. Fünf Prozent lenken, der Rest macht einfach mit.“

Aus der „Welt kompakt“, vom 02.11.2009.

Ich bin ein Anhänger der Verhaltensforschung, weil ich glaube, dass sich viele Verhaltensweisen bei uns Menschen so sehr verändert und in Extreme verzerrt haben, dass ein möglicher Ursinn überhaupt nicht mehr erkennbar ist. Einfache Feststellungen, wie die obige, können bei mir von jetzt auf gleich Dinge auf den Kopf stellen.

………………….Wie wäre es, wenn nicht 5 % lenken würden, sondern alle 100 % meinten, jeder müsse lenken? Der Fischschwarm könnte nicht mehr synchron schwimmen und sich dem Gegener als geschlossene Formation stellen. Das Chaos wäre die Folge. Auch das mag eine gute und mögliche Strategie sein, jedoch, wenn ich an Evolution glaube, ist das nur die zweitbeste Variante, verworfen aus Versuch und Irrtum.

Was bedeutet das im übertragenen Sinn?

Das dieses Verhalten, 5 % lenken und 95 % folgen, die beste Option für den Arterhalt darstellt – und das, so glaube ich, wird heute komplett falsch interpretiert, geglaubt, gelebt – und im besonderen, von den 5 %.

Lenken, so verstehe ich es, bedeutet: Verantwortung für das Ganze – für das Leben und Überleben des Gesamten. Und dies können einfach nur 5 %, soll nicht das totale Chaos ausbrechen. Und das bedeutet weiter, das 95 % zwangsläufig folgen MÜSSEN. Und sollte dies tatsächlich einer evolutionären Entwicklung entstammen, dann gibt es für mich eine Maxime:

Es müssen alle, gleich, ob sie lenken oder folgen, als Geschöpfe in ihrer Existenz ersteinmal als absolut „wertfrei“ angenommen werden.

Und damit komme ich zu den Verzerrungen oder vielleicht auch zu den Entzerrungen. Lenken heißt in diesem Sinne nach meinem Verständnis, die Gesamtheit zum Besten  führen, nach den vorhandenen Erfahrungen und Möglichkeiten – das ist eine ganz selbstlose Aufgabe,  – und nicht, das Lenkende lenken, um in der sicheren Mitte sitzend Rolex, Haus und Privatjet zu besitzen und zu meinen, die Fastfood vertilgenden Fernsehchippfresser  wären nur dazu da, um als erstes die Beute zu sein.

Ich schreibe das, weil es mich immer unangenehm berührt, wenn so häufig auf die 95 %, die einfach Mitmachenden, als ungebildete, dumme, ja, teilweise nicht als auf dieser Erde Berechtigte  und eher uneingeladene Gäste, geknüppelt wird und nicht im Ansatz der Versuch zu erkennen ist, das sich Gedanken um das Ganze gemacht werden – von Empathie, ….. ein andermal.

Schlummerfunktion und

Spurensuche.

Mein Handy, das früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, holt mich jeden morgen aus dem Reich meiner Träume ab. Nach einem dankenden Klapps, drehe ich mich meist nochmal um, und steige in den letzten Traumfilm ein. Das geniale an dieser Handyfunktion, welches früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, ist, das der letzte Traum für einen Augenblick in das Bewusstsein tritt und erinnerbar wird. Meist muss ich aber selbst ein wenig kopfschüttelnt über mich lachen, worüber so alles geträumt werden kann.

So auch heute morgen.

Doch, nach dem Frühstück und ein paar ruhigen Minuten, kehren die Bilder meines Traumes zurück. Als hätte mir ein Zauberkünstler seine geheimnisvollsten Tricks verraten, entsteht plötzlich ein Zusammenhang.

Bei Claudia hatte ich gestern über Ansprüche nachgedacht, über unsere eigenen und fremden,  und bei Julia hatte mich die Fortsetzung des bei Claudia schon begonnenen Themas „Sucht“ nachdenklich gemacht.

Nun, der Traum handelt von zwei ehemaligen Freunden, zu denen ich schon lange keinen Kontakt mehr habe, die mit einem edelen Auto, das wohl in der bayerischen Landeshauptstadt gebaut wurde, unerwartet vorfahren, mir den Autoschlüssel geben und mich sehr genau, über die Schulter schauend beobachtend, weggehen. Ich gehe um dieses Wunder der Technick herum, aus dem das helle Leder der Sitze und das mattglänzende Wurzelholzfurnier nicht besser zu der dunkelmetalicen Karrosiere abgestimmt sein könnte. Ich komme an den Kofferraum dieses Autos, eine Mischung zwischen elegantem Bentley und wuchtigem Rolls, stütze mich ab auf diesem, und ..

der hintere Fondteil schiebt sich zusammen, verschwindet wie eine Ziehharmonika in sich selbst, und das 6 mtr Auto ist nur noch 4 mtr lang, ohne, das es von seiner Schönheit etwas veloren hätte. Ungläubig wiederhole ich dieses Spiel und bin fasziniert von der einfachen und genialen Mechanik, die das zuzsammengeschobene Auto scheinbar in jeder Situation und für jeden Crash als absolut sicheres Verkehrsmittel erscheinen lässt. ……

Der Traum bekommt anschließen einen Sinn, als ein Fahrer mit meinem Auto, ein anderes konservatives englisches Traditionsmodell, heranfährt.

Dieser Traum wird mich in seiner Deutung noch einige Zeit beschäftigen. Obowhl ich die einzelnen Fragmente in ihrer Aussage verstehe, sträubt es sich noch in mir, die einzlnen Teile zu einer klaren Botschaft zusammen zu fügen. Dennoch, kann ich mich immer wieder dafür begeistern – denn, die besten Traumdeuter sind meist wir selbst.

Ich kann also jedem empfehlen, der Spaß an teilweise komplizierten Puzzels hat, sich ein Handy, das früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, zu kaufen – mit: Schlummerfunktion. Sicher – man kann auch Sudoku lösen, ist auch lustig.

Freiheit

Ich laufe dem Begriff hinterher. Versuche zu verstehen, es mit Sinn zu füllen. Dieses theoretische Gebilde, das mir immer als Ideal vor der Nase hängt, wie dem Esel das Fuder Stroh, damit er läuft – das kann doch alles nicht nur Theorie sein? Das muss man doch fühlen können! Und, wenn man es dann wirklich fühlt – ist es dann das große Wow..- Erlebniss?

Was Ketten sind, weiß ich. Aber was ist Freiheit? Wieso finde ich nicht die zu mir passende Definition? (wenn es sich einrichten lässt, dann bitte auch maßgeschneidert)

Ich glaube heute von mir sagen zu müssen, das ich (Esel) erst gehandelt und dann nachgedacht habe. Zuerst die Ketten gesprengt, in der Hoffnung, das sich Freiheit danach von selbst einstellt -, wobei Ketten schlimmer klingt, als es es wirklich war, und Sprengung für den stattgefundenen Vorgang eher eine Verniedlichung ist.

Doch, nachdem sich die Rauchschwaden verzogen hatten und ich wie Phoenix aus der Asche der midlife crisis entsteigen wollte, Nichts!

Heute, Jahre nach dem Crash, gibt es sie mittlerweile. Kleine gefühlte Momente der Freiheit. Es gab sie schon immer, nur, jetzt erst gebe ich ihnen diesen Wert. z.B. ist Freiheit heute für mich, in diesem blog hier zu schreiben – oder nicht. Das liest sich simpel und klingt nicht sehr erkenntnisreich – ja, und genau das ist es auch.

Wenn ich hier schon lange nichts mehr geschrieben habe und und der blog in die Nähe des Webfriedhofs rückt, dann lehne ich mich zurück und empfinde ein Gefühl von Freiheit – nicht schreiben zu wollen, auch manchmal nicht schreiben zu können, aber vielleicht eher, nichts schreiben zu müssen. Es ist kurz, flüchtig, und, ich bestimme aus mir heraus den Wert dieses Augenblicks.

Freiheit muss nichts großes sein, es ist die persönliche Interpretation eines Moments, und vor allem -  fühlbar. Allerdings, sie ist  nicht bedinungslos, und das ist die eigentliche Erkenntnis. Ohne Beiträge – keine Leser, keine Kommentare, keine Anerkennung.

Somit stimmt es schon, wie P. oft sagt: Freiheit ist die Entscheidung “ für etwas..“. Aber, füge ich hinzu, es ist auch die Entscheidung „gegen etwas“.

Und ich glaube, wenn ich mir so weiter meine Gedanken mache, ob im Sinn des Lebens, der Liebe, des Glaubens, der Freiheit – durch die Entscheidung „für etwas“ entscheidet man sich auch immer „gegen etwas“ und das die tiefere Bedeutung sich einem nicht erschließt, wen man dem „gegen etwas“ in seiner Betrachtung nicht auch seine allerhöchste Hochachtung zu schenken bereit ist.

Mal so zwischendurch…

Groß geworden bin ich in einer Welt, in der Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Unterordnung, Rücksicht … als oberste Werte vermittelt wurden. Das ist einerseits in Ordnung.

Anderseits wurde in dieser Welt das Streben nach Macht, Narzissmus, Anerkennung, Bedürftigkeit, Egoismus… abgelehnt.

Im bloggen, zuerst auf Wunsch-und-Wille, habe ich versucht, diese zweit benannten Lebenszüge zu betrachten, um ihnen einen angemessenen Platz in meinem Leben zu geben. Ich meine immer gespürt zu haben, dass sie elementar zu mir gehören und ich durch reine Negation nicht der sein kann, der ich bin.

Heute bin ich so weit, sagen zu können

- ja, es verlangt mich nach Macht

- ja, ich brauche Anerkennung

- ja, ich schaue auch immer noch manchmal gerne in den Spiegel

- ja, ich bin als erstes ein Egoist….

Und ich werde nicht meditieren, um diese „charakterlosen und teuflischen“ Grundeigenschaften aus meinem Ich zu eliminieren.

Sowohl das erste als auch das zweite gehört für mich in der Anerkennung zur  Selbstliebe – zur Nächstenliebe. Nicht in der Negation liegt die Lösung, sondern in der Integration und der Umgang mit all diesen Werten und Eigenschaften  – nie dabei vergessend, das ich die Gemeinschaft brauche und die Gemeinschaft mich.

ein weiteres Kapitel:  Über das Böse” und “Moral” (9)

Das auf 6 CD`s untergebrachte Hörbuch, mit den von Marx fürs Erste selbst empfohlenen 5 Kapiteln, trägt den populistischen eye-catcher: „Ist der Kapitalismus noch zu retten?“

Für das Hörbuch als erstes ein großes Kompliment an die beiden Sprecher, Gert Heidenreich und Johannes Steck. Ich bin mir nicht sicher, hätte ich das Buch als wissenschaftliches Werk „gelesen“, ob ich es in der Intention von Marx so verstanden hätte.  Großartig verstehen die Sprecher, Wut, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, ja – das Handeln jenseits aller moralischen Grundsätze der sogen. „Kapitalisten“, das Marx anprangert, zu vermitteln. Weiterlesen »

Moralisch zu handeln verfolgt auch den Selbstzweck, schuldfrei zu sein. Moral ist bruchstückhaft, schlüpfrig, unperfekt – sie wird es immer sein. Und, so ein französischer Philosoph, bedarf das moralische Handeln vor allem einer Gesellschaft, die moralisches Handeln erst und überhaupt ermöglicht. Das wäre für mich dann eine homogene, moralische Einheit. Besser, als mit vorgenannten Worten, so glaube ich, kann man den Begriff „Illusion“ nicht erklären.

Hiermit verhält es sich so, wie mit dem halbvollen und dem halbleeren Gals Wasser.  In der Desillusionierung und dem Ankommen in der Realität, liegt die Chance.

Ich denke an das oft als Beispiel herangenommene Boot in Seenot, in dem die ums Überleben kämpfenden vor die Aufgabe gestellt werden, einen zu opfern, damit die anderen überleben können. Dahin gestellt sei, ob es um Trinkwasser, Ballast, Nahrung,… geht. Dahin gestellt sei auch, ob es um ein Boot, einen mit Menschen voll gestopften altertümlichen Viehwaggon geht, oder um einen modernen Hochseecontainer voll Flüchtlingen.

Auch tut es vom grundsätzlichen her nichts zu Sache,  um wie viel Nullen es sich bei der Zahl der Menschen handelt, sowohl der Geretteten als auch der dafür zu Tötenden.  Im konkreten und anlässlich des heutigen Jahrestages zum 11.September entsteht die Frage: „Wie viel hunderte  von  Unschuldigen, ja mehr als Tausend,  müssen in Guantanamo gefoltert werden, damit, so zum heutigen Stand, KEIN Schuldiger präsentiert werden kann“.

Zwei Aspekte dabei, wovon mich der eine nachdenklich, der andere wütend stimmt.

1. Da wir alle unschuldig sein können, kann es auch jeden einzelnen Unschuldigen treffen. Für den Unschuldigen gibt es wohlmöglich eine Merkmals-Häufigkeitsverteilung,  aber kein Ausschlussmerkmal. In dem „Jeden“ liegt für jeden, der dies hier liest, nur eine theoretische Möglichkeit, für irgendetwas auf dieser Welt, einmal für schuldig gehalten zu werden.Theorestisch können wir uns damit auseinandersetzen und Ich wünsche uns allen, das das dabei bleibt und wir nie, so wie es Jean Amery in seinem Buch „Jenseits von Schuld und Sühne“ beschreibt, diesen Übergang von der Theorie zur Wirklichkeit selbst erleben müssen.

2. Die zur Anwendung gelangenden Methoden in Guantanamo lassen kaum noch physische Brandmale zurück. Die aber wissenschaftlich betriebenen und angewandten Forschungen zur Folter des 20. Jahrhunderts, dürften die alten und barbarischen um ein weites übertreffen.

Die zwei Fragen, die sich ergeben, sind:

1. Ist Folter moralisch ?

2.Tragen die Verantwortlichen tatsächlich eine Verantwortung, oder tragen sie nur ein Pappschild, auf welchem die leeren Buchstaben „Verantwortung“ stehen? Wären Verantwortliche für ihr Tun oder Unterlassen auch tatsächlich verantwortlich, würden so manche Beiträge wie dieser, nie geschrieben werden wollen.

Verkehrte Welt

Mir fiel auf, und das ist jetzt mal was ganz profanes und betrifft meine reale, und nicht virtuelle Welt:

Die, die gut im austeilen sind, gehen wie ein HB-Männchen an die Decke, wenn`s mal in der gleichen Art zurückkommt.

oder

die, die einem auf Anhieb sympatisch sind, möchte man nicht lange nach den ersten Kontakten wieder von der Liste streichen. Möglichst schnell und gänzlich.

oder

die, mit denen sich der Anfang schwierig gestaltet, entwickeln sich oft zu wahrhaft guten und  netten Freunden.

Aber ansonsten, bin ich fast frei von Vorurteilen :)

Noch mal….

Wenn ich auf meinen langen Autofahrten CD`s aus Vorträgen und Vorlesungen zu allem Möglichen höre, möchte ich manchmal schon nach den ersten 5 Minuten ausschalten. Beobachtungen werden zu Erkenntnissen, die im übernächsten Satz dann schon bereits zu universellen Naturgesetzen erklärt werden. Aufgespürt und entdeckt – selbstverständlich durch den Vortragenden. Dieser Faden spannt sich sogar durch das Thema: Eitelkeiten.

Es ist, als würde der Zuhörer seines eigenen Denkens beraubt und habe nur noch als Wiederkäuer diese Botschaft weiter in die Welt zu tragen. Was ich schon ein wenig bewundern kann, ist die Selbstsicherheit der Redner, die jeden Einwand oder Zweifel im günstigsten Falle mit einem müden patriarchalischen Lächeln entgegen nehmen und weise Antworten folgen lassen. Und zum Abschluss eines solchen Einwandes, zum endgültigen Einfrieren jedes eigenen Gedanken und Widerspruchs,  das alles ersetzende Amen:  Kant hat schon….. 

Und da ich schon in denselben Jargon verfalle, muss ich meinen letzten Beitrag nochmals umformulieren: 

Moral könnte der Angst entspringen, dass der eigene Egoismus über die Akzeptanz und den Wiedereintritt in die Gemeinschaft hinauswächst.

Somit wäre es auch keine Tugend, sondern ein stetiges Spannungsfeld, eine Grenzwertermittlung. Moral. Ein Egoismus, der also nicht die Existenz- und Überlebenskraft in sich selbst, sondern in der Gemeinschaft sieht, sucht und lebt. Und das würde auch das handeln erklären  - der sogen. Moralischen, der sogen. Unmoralischen.

Moral entspringt der Angst, dass der eigene Egoismus über die Akzeptanz und den Wiedereintritt in die Gemeinschaft hinauswächst.

Keine Tugend. Ein stetiges Spannungsfeld, Grenzwertermittlung. Moral. Ein Egoismus, der nicht die Existenz- und Überlebenskraft in sich selbst, sondern in der Gemeinschaft sieht. Und danach handelt er  - der sogen. Moralische, der sogen. Unmoralische.

Schnipsel – Jagd

Obwohl ich gerne über vieles schreiben würde, wozu mich die Beiträge in den blogs der letzten Wochen angeregt haben, es fügt sich nichts zusammen. Es ist, als ob irgendwelche Papierfetzen wild und ungeordnet durch den Raum wirbeln, mir vorgaukeln, der reine Zufall hätte sie hier versammelt –  ich glaub es nicht.

Es hat keinen Sinn. Sie finden nicht von selbst zueinander, und doch, sie gehören und wollen zusammen. Ich muss sie nehmen, mir genauer anschauen, jedes Einzeln, wieder zur Seite legen, mich mit dem nächsten beschäftigen, wieder zurück und vor, und immer wieder, bis dann…..

Ja, und bis dann…, fange ich doch mal mit dem ersten Schnipsel an.

Wenn ich mal wieder falsch geparkt habe, wird dieses FEHLVERHALTEN mit 15,– oder 30,– Euro geahndet, abgeleitet nach eindeutigen Regeln der StVO und dem Bußgeldkatalog. Mit der Überweisung des Betrages ist diese Sanktion für die Zukunft fast nicht mehr existent.

Ganz anders sieht es bei den nicht eindeutigen Regeln und den Verstößen im Zusammenleben der Gemeinschaft aus, z.B. der „Verantwortung„.

Verantwortung selbst speist sich u.a. wieder aus  Zusagen, Vereinbarungen, Zuverlässigkeit…., die sich alle drei z.B. in einem Satz wie: „Du hast gesagt, mich immer zu lieben – bis das der Tod uns scheidet – und für uns zu sorgen“, wiederfinden.

Aber allein wieder das Reglement der Zuverlässigkeit setzt sich auch wiederrum aus nicht eindeutigen Erwartungen zusammen. Das ist für den einen Pünktlichkeit,  einschl. der Bringschuld in exakt angenommener Höhe, in erwartendem Rahmen oder Ambiente, sowie  in erwarteter Anerkennung oder Demut, ….

Nun gehe ich nur mal in einem Punkt, der Bring“schuld“, noch ein Stück weiter die Leiter runter. Aus welchem Grund auch immer, das kann schon allein ein reines Missverständnis sein, bringst du anstatt 100,– Euro nur 80,– , oder anstatt rote Rosen nur rosa Rosen oder gelbe Tulpen mit. Mit diesem faux pas kann eine Machtauseinandersetzung angeschoben werden, die in dann in einer echt gefühlten Schuld mündet.

STOP!

Das ganze erhebt keinen Anspruch auf  Stimmigkeit. Ich möchte mich nur einmal damit beschäftigen, wie ein oft so eindeutig verwendeter und eingeforderter Begriff, gerade  wie „Verantwortung“, doch selbst einer 100-fachen Mehrdeutigkeit und Interpretation unterliegt – und dennoch jeder seine eigene und einseitig eindeutige Vorstellung davon haben kann.

Selbst das, würde ich noch nicht einmal für das Problem betrachten.  Das Problem ist meines Erachtens, dass wir so gestrickt sind, dass wir in der realen Situation meist nur in der Lage sind, für unseren Standpunkt und unsere eigene Sicht der Dinge zu argumentieren, zu kämpfen, zu überrumpeln – zu siegen. Nicht jedoch, zum zuhören, zum verstehen,  zum teilen.

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