Seit Tagen gehen mir die Begriffe „Freiheit, Stimmvieh und Sklaverei“ durch den Kopf. Warum – vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.
Wie ich das im „Jetzt“ empfinde, vielleicht einmal am nachfolgendem Beispiel:
Wer nicht durch seinen Arbeitgeber in einer Krankenkasse pflichtversichert ist, muss sich selbst um seine Krankenversicherung kümmern. Dagegen ist ja mal erst nichts einzuwenden. Doch ist ja eine Krankenkasse mittlerweile keine Krankenkasse mehr, sondern eine Vollzugs-und Überwachungsbehörde ordnungsgemäßer Steuererklärungen – was ich bislang bei den von Bürgern über Steuern bezahlten Behörden angesiedelt hatte – vornehmlich dem Finanzamt.
Die Überwachung von Einkünften, verbunden mit den Steuerzahlungen, hat nun der Staat für einen großen Teil der Bürger über eine linke Hintertür „outgesourct“, und sozusagen noch „duty free“.
Wie hat er das gemacht?
Etwas vereinfacht: Jeder „freiwillig“ Krankenversicherte (schon das ist ein Hohn im Wort, da jeder vom Gesetz her krankenversichert sein muss – klar, sonst funktioniert das System der Überwachung nicht) zahlt als erstes einmal den Höchstbeitrag zur Krankenversicherung, das sind ca:
650,00 Euro / MONAT (incl. der Pflicht-Pflegeversicherung),
unabhängig der tatsächlichen Einkünfte, selbst, wenn diese z.B. nur 400,– Eur/Monat wären. Interessiert nicht.
Der gesetzlich festgelegte Beitrag wird erst dann ermittelt, wenn ein Steuerbescheid des Finanzamtes der Krankenkasse vorgelegt wird. Kein Steuerbescheid – keinerlei Ermäßigung.
Verändern sich die Einkünfte, sind für die Beitragsanpassungen unabdingbar wieder Steuerbescheide notwendig. So überwachen also die Krankenkassen die Abgabe der Steuererklärungen.
Doch diese Überwachungen sind ja kein Perpetuum mobile – die hierzu notwendigen administrativen Aufgaben bezahlt jeder: über die Krankenkassenbeiträge.
Clever – was? Wir bezahlen unsere eigene Überwachung.
Doch damit nicht genug.
Die Krankenkasse will mehr wissen. Und um an dieses Wissen zu gelangen, werden Beiträge auf alles fällig, selbst z.B. auf Zinseinkünfte, so lese ich jetzt, die unter den Steuerfreibeträgen liegt, und, und, und…
Und damit die Krankenkassen auch das Geld schnell und unbürokratisch eintreiben können, hat man ihnen viele Gesetze anhand gegeben. Schlug und drohte man früher mit der Peitsche, macht man es jetzt mit §-en.
So, und am Schluss noch ein Link mit der Entwicklung der Krankenkassenbeiträge von 1970 mit seinen 8,2 % bis 2011 mit seinen 15,5 % .
Sagt mal, was machen die eigentlich mit unserem ganzen Geld? Ist das jetzt in Griechenland?