…für fast jedes Problem hätte ich mittlerweile eine Lösung – ähm, wenn es nicht meins ist, also, – für das der Anderen.
Wollen mir nicht sofort Lösungen einfallen, gehe ich auf den Balkon und stimuliere meine Synapsen mit Nikotin. Die juchzen dann, setzen sich sofort freudig in Bewegung und hauen dann eine Lösung nach der anderen raus.
Manchmal übertreiben sie auch etwas, und stellen mir am Schluss noch die ultimative Frage:
„Wie hättest du das Problem gelöst, wäre es deins gewesen?“
Ich, der mich in Ehrlichkeit übende, antworte:
„Ich, ähm, also ich, na, wie soll ich sagen, naja, ähm ….ich hätte es gar nicht lösen brauchen – ich hätte es bei mir selbst überhaupt nicht erkannt.“
Dann muss ich noch eine rauchen, weil jetzt habe „ich“ ein Problem.
Auch darum bloge ich – damit Andere in meinen Black Outs „ihre“ Lösungen finden.
Und immer öfter habe ich das Gefühl, das auch genau aus diesem Grund die Freunde für mich blogen. Dafür euch, ein stilles Danke.
Ich finde oft die Lösung nicht, weil sie „unbequem“ ist. Auch, wenn ich mich neben mich stelle und frage „Hey, wo ist Dein Problem?“ Solche Selbstgespräche übe ich derzeit, sehr hilfreich und aufschlußreich.
S(tef)unny, da hast du wohl leider Recht, was das unbequem angeht. Das bescheuerte daran finde ich nur, das ich erst die unbequemen Wege gehe, wenn der Leidensdruck mal wieder so groß geworden ist, das nur noch „Augen zu und durch“ angesagt ist. Und dann, im Rückblick meistens, war das unbequeme gut und erlösend.
Manchmal und meistens versteh`ich mich selbst nicht, na ja, wie schon oben gesagt, aber andere -)
Scheiße, mein Freund M., ich habe zur Zeit keine Lösungen für die Probleme anderer. Als ich jung war, war das mal so. Heute versuche ich, mich in das Problem anderer hineinzuversetzen und stelle fest, „oh Himmel sei Dank, hast du es nicht“. „Oder hast du es – modifiziert – auch?“ Dann scheue ich mich, Ratschläge zu geben, da ich sie ja nur hätte geben können, wenn ich an mir erfahren hätte, daß ich sie mutig auch für mich zum Nutzen angewandt habe.
Es nützt nichts, nur wenn ich das Problem kenne, kann ich seine Aufhebung denken.