Eine Frage, die mir seit Tagen nicht aus dem Kopf geht, und für die ich im Entfernten nur diffuse Antwortblasen sehe, ist:
„Hat sich das alles gelohnt?“
Wieder einmal auf dem Balkon. Ich saß dort.
Bescheiden.
Zufrieden.
Deutlich wahrnehmbar, weil immer noch selten. Dieser Moment verlangt nach nichts, -außer, doch: Er möge bleiben.
Vielleicht ist das dann doch erst die Vorstufe zur Zufriedenheit. Vielleicht.
Ich glaube aus meinem Leben zu wissen, dass dieses Gefühl immer gleich ist:
Ob arm – ob reich, ob mit Geschirrspüler oder ohne Auto.
Es ist losgelöst von alle dem – unabhängig.
Ich glaube auch, das ich nicht der einzigste Mensch auf der Welt bin, der diesen Weg anstrebt, egal, wie ihn jeder für sich nennen mag, jedoch, in diesem Gefühl, dass alles stimmt.
Dann sehe ich wieder die Sammler und Jäger, vor tausenden von Jahren und frage mich, ob sie dieses Gefühl kannten? Vielleicht trugen sie ja dieses Gefühl viel öfter in sich, als wir heute. Vielleicht.
Hätte ich nie etwas von TV, Riester und Schuhcreme gehört, würde mir das auch nicht fehlen. Definitiv. Also, wozu das Ganze?
Und so frage ich mich, was hat mir der Umweg – über die Erfindung der Schuhcreme – zur Erreichung meiner persönlichen Zufriedenheit nun das alles wirklich gebracht?
das ist eine schöne Erkenntnis. Wahre Zufriedenheit- sie bleibt immer gleich, egal was man erreicht hat oder noch haben möchte. Die Menschen von früher kannten dieses Gefühl bestimmt auch – und vielleicht hatten sie auch die gleichen Probleme, es irgendwie „festzuhalten“.
Hallo Julia, da ich ja auch immer etwas neidisch sein kann, lieben Dank auch für deine Erkenntnis, das das Problem des „festhaltens“ wahrscheinlich uralt ist.
Auch dabei, hat uns scheinbar die Erfindung der Schuhcreme nicht wirklich geholfen-:)