an die wird man sich wohl nie gewöhnen und die werden sich vielleicht auch nie ändern, bei allem Tempo dieser Welt. Wenn z.B. die eigenen Kinder durch den Check-in gehen und für lange Zeit wieder ins ferne Ausland reisen – sich noch mal umschauen und nur noch körperlich in der alten Welt sind.
Ich denke „shit“, dieses Gesicht, was ich jetzt mache, mit dem aufgezwungen Lächeln, das dem Anderen nichts zeigt, damit er Freude an seinem Neuen behält, ich habe es schon oft gesehen und ich muss nicht lange nachdenken bei wem – bei meinen Eltern, als ich durch den check-in bin.
Wieviel Erkenntnis so ein Perspektiv-Wechsel bringt! Warum versucht man eigentlich nicht häufiger, mal die Perspektive zu wechseln?
Hallo Menachem,
hast Du damals nicht auch gespürt, dass sie dich nicht gerne gehen sehen?
Ich versuche mir gerade vorzustellen wie es sein muss wenn die eigenen Eltern sich ersichtlich darüber freuen, dass wir ihr Heim, ihr Leben verlassen (wenn auch nur Temporär…).
LG
Hallo Michael, Dialog ist eine so große Bereicherung, ich frage mich, warum wir oft so stumm sind.
Ja, ich habe es bestimmt gesehen, das sie mich nicht gerne gehen ließen. Ich denke aber, dass ich es einfach verdrängt habe, sonst kann man seinen Weg nicht gehen, bleibt immer am Schürzel des Alten hängen, weil in das Neue zu gehen auch Abschied vom alten ist.
Ich kann mich garnicht erinnern, schon jemals in Verdrängung etwas positives gesehen zu haben. Immer war es etwas, worin es aufzuräumen gilt, weil etwas nicht wahr sein soll. Aber in diesem Zusammenhang, ist Verdrängung die Hilfe, die uns die Natur an die Hand gibt, mit nicht ganz so schwerem Herzen uns dem Neuen hinzugeben.
Und so, lieber Fragezeichner, fließt auch dein Perspektiv Wechsel langsam vom unterbewussten Wahrnehmen deiner Worte in ein bewusstes sehen.
Habt beide herzlichen Dank für diesen kleinen, aber doch kräftigen, Stubs.
LG Menachem
Ja, shit – ich musste den Weg durch den check-in jahrelang erst selbst machen bevor ich erkannte, was das eigentlich für die bedeutet, die zurückbleiben.
Ich war immer derjenige, der in seine eigene Welt ging – ich sollte jetzt wirklich mal ein paar andere Welten besuchen … so wie deine hier, Menachem.
Berend, wo ich deine Zeilen lese, fällt mir der Satz ein:
Nur du alleine schaffst es, aber du schaffst es nicht alleine.
Ich finde ihn irgendwie schön.