Spurensuche.
Mein Handy, das früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, holt mich jeden morgen aus dem Reich meiner Träume ab. Nach einem dankenden Klapps, drehe ich mich meist nochmal um, und steige in den letzten Traumfilm ein. Das geniale an dieser Handyfunktion, welches früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, ist, das der letzte Traum für einen Augenblick in das Bewusstsein tritt und erinnerbar wird. Meist muss ich aber selbst ein wenig kopfschüttelnt über mich lachen, worüber so alles geträumt werden kann.
So auch heute morgen.
Doch, nach dem Frühstück und ein paar ruhigen Minuten, kehren die Bilder meines Traumes zurück. Als hätte mir ein Zauberkünstler seine geheimnisvollsten Tricks verraten, entsteht plötzlich ein Zusammenhang.
Bei Claudia hatte ich gestern über Ansprüche nachgedacht, über unsere eigenen und fremden, und bei Julia hatte mich die Fortsetzung des bei Claudia schon begonnenen Themas „Sucht“ nachdenklich gemacht.
Nun, der Traum handelt von zwei ehemaligen Freunden, zu denen ich schon lange keinen Kontakt mehr habe, die mit einem edelen Auto, das wohl in der bayerischen Landeshauptstadt gebaut wurde, unerwartet vorfahren, mir den Autoschlüssel geben und mich sehr genau, über die Schulter schauend beobachtend, weggehen. Ich gehe um dieses Wunder der Technick herum, aus dem das helle Leder der Sitze und das mattglänzende Wurzelholzfurnier nicht besser zu der dunkelmetalicen Karrosiere abgestimmt sein könnte. Ich komme an den Kofferraum dieses Autos, eine Mischung zwischen elegantem Bentley und wuchtigem Rolls, stütze mich ab auf diesem, und ..
der hintere Fondteil schiebt sich zusammen, verschwindet wie eine Ziehharmonika in sich selbst, und das 6 mtr Auto ist nur noch 4 mtr lang, ohne, das es von seiner Schönheit etwas veloren hätte. Ungläubig wiederhole ich dieses Spiel und bin fasziniert von der einfachen und genialen Mechanik, die das zuzsammengeschobene Auto scheinbar in jeder Situation und für jeden Crash als absolut sicheres Verkehrsmittel erscheinen lässt. ……
Der Traum bekommt anschließen einen Sinn, als ein Fahrer mit meinem Auto, ein anderes konservatives englisches Traditionsmodell, heranfährt.
Dieser Traum wird mich in seiner Deutung noch einige Zeit beschäftigen. Obowhl ich die einzelnen Fragmente in ihrer Aussage verstehe, sträubt es sich noch in mir, die einzlnen Teile zu einer klaren Botschaft zusammen zu fügen. Dennoch, kann ich mich immer wieder dafür begeistern – denn, die besten Traumdeuter sind meist wir selbst.
Ich kann also jedem empfehlen, der Spaß an teilweise komplizierten Puzzels hat, sich ein Handy, das früher mal in Bochum und heute in Rumänien hergestellt wird, zu kaufen – mit: Schlummerfunktion. Sicher – man kann auch Sudoku lösen, ist auch lustig.
Das erinnert mich an Edison, der hat sich eine Maschine gebastelt, die ihn beim Mittagsschlaf immer wieder leicht aufweckt, weil er in der Dämmerphase zwischen Schlaf und Wachsein die besten Ideen hatte. Vielleicht hätte er so ein rumänisches Handy gekauft…
Das weckt in mir den Gedanken, mich vielleicht öfters mal in einen Mittagsschlaf zu begeben. Vielleicht werde ich ja dann mit Erfindergedanken geweckt. Ich muss dann nur noch vor dem Mittagsschlaf ganz intensiv über z.B. eine Gelddruckmaschine nachdenken, und dann, ja , lass ich mich einfach wecken