wie auch berufliches, was mich zur Zeit sehr beschäftigt, würde ich in diesem blog NICHT an der richtigen Stelle empfinden.
Wie an einer Demarkationslinie, stehen sich Intro- und Extrovertierheit gegenüber, schauen sich fragend an: Springst du, oder ich?
Doch, und das hoffe ich oder bin zumindest bereit mir das im positiven Sinne einzureden, fließen die Gedanken dieses blogs und derer, die ich lese, in die hier nicht veröffentlichen Beiträge der vielen, täglichen und kleinen Entscheidungen ein. Zum Immer-Wieder-(Neu-)-(er-)finden meines Weges. (Ja, deutsche Sprache – schöne Sprache, und in blogs ist vieles erlaubt, oder?)
Vielleicht tragen aber auch die blogs, die in meinem feed-reader stehen, die großen Überschriften, die mir auf der ständigen Suche nach Orientierung zur Seite stehen. Die Kleinarbeit mache ich dann gerne selber und wollte ich sie hier einstellen, ich weiß nicht? – ob wordpress wirklich soviel Gigabyte Arbeitsspeicher hat?
Und wenn mir auch dieser Beitrag nicht als sonderlich gut gelungen erscheint, so ist das egal und unwichtig, gehört er für mich doch zum Gedankengut des: GEBEN und NEHMEN. Ich “lese” in blogs und ich möchte zum “Lesen” geben. Es muss jetzt nicht der Inhalt von großem und klugen Inhalt sein, obwohl das schon schön wäre,
was glaube ich zählt, ist die: Bereitschaft.
Und das sind, so meine ich, Überschriften.
Danke für den Beitrag. Ich empfinde das oft ebenso. Es ist nicht das Schreiben, es ist das Nachdenken, es sind die Erkenntnisse, dass es anderen ähnlich geht. Ich möchte auf mein Blog und die, die ich lese nicht verzichten müssen. Die sind mehr Inspiration als alle Nachrichten und Zeitungen zusammen leisten können. Vielleicht weil ich Blogs/Blogschreibern mehr(zu)traue als den gefilterten und mehr als oft schlecht recherchierten Beiträgen, die für “die Allgemeinheit” verfasst werden.
Ja, S(tef)unny, es ist schön und leider im täglichen Leben schon sehr selten, welche Natürlichkeit und Authenzität durch blogbeiträge schimmert. Blogs – nicht alles – aber viel.
Lieber Menachem
Blogger werden nicht unredlich, wenn sie Dinge für sich behalten. Diese Demarkationslinie, die Du beschreibst, ist wichtig und richtig.
Es gibt ein objektivierbares Kriterium jenseits aller Fragen nach extra- oder introvertiertem Verhalten:
Wenn ich hier was ganz Persönliches schreibe – und ich kriege dann Reaktionen. Kann ich mit ihnen umgehen, wenn sie negativ sind – oder wenn ich KEINE Reaktionen bekomme?
Und von wegen der Wirkung: die hast Du, lieber Menachem.
Es ist wie bei allem, das man “für sich” macht, aus eigenem Antrieb:
Lerne Mönch sein – das heisst: Haltung suchen und Taten wagen und Gedanken zulassen, weil sie zu einem selbst gehören. Die Wirkung, die man hat – das ergibt sich von allein und muss nicht kümmern.
Sie es umgekehrt: Oft helfen Dir Blog-Überschriften oder einzelne Texte, sie bringen Dich weiter, sagst Du. Nun, meistens werden die Urheber Deiner Hilfe davon nichts mitbekommen, spüren oder wissen.
Siehst Du. Genau so ist das Leben. Und darum ist es nicht nur für Dich wichtig, sondern auch für uns, dass Du einfach Deinen Weg gehst und genau so schreibst: So, wie es eben für Dich im Moment richtig ist.
Herzlich grüsst Dich
Thinkabout
Manchmal habe ich den Eindruck, das in blogs eine ganz eigene Mystik liegt, eine sehr schöne, die Wellen und Schwingungen transportiert. Und irgendwo trifft sie auf Menschen, die diese Buchstabenfolgen decodieren können und durch das Äußere in ein Inneres gelangen und sehen können, was der blinde Schreiber zu finden erhofft.
“Taten wagen”, lieber Kurt, ja, das habe ich gesucht.
Wie, wenn ich mein Schlüssel oder mein Portmonne suche und die Dinge trotz angestrengtem Nachdenken nicht mehr finden kann – bis jemand kommt und sagt: “Schau, da liegt es doch, mitten auf der Garderobe.”
“Taten wagen”, mit Sicherheit ein großes Lebensthema von mir, an dessen Anfang ich immer noch stehe. Doch ich spüre auch, wie Ängste sich in meinem wachsendem Mut verlieren und der Wunsch und die Freude, “Taten zu wagen”, nicht mehr umkehrbar ist.