…ob mir das Schreiben in den letzten Wochen gefehlt hat. Die Sinnkrise, die ich zurzeit durchlebe, kann ich mit meinen Worten nicht beschreiben. Nicht, das sie gewaltig wäre, nein. Gerade in den Feinheiten fehlt mir das Handwerkzeug, diese verständlich nieder zu schreiben.
Es geht um das Westerwelle Thema, Arbeit MUSS sich lohnen. MUSS sie das? Und was ist „Lohn“ – nur ein monetärer Ausgleich? Nein!
Versuche ich das, in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu sehen, komm ich vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und entferne mich dabei mit jedem weiteren Gedanken in einen fast schier endlos erscheinenden Diskussionsraum. Also, lass ich das mal jetzt.
Nah, und vielleicht sogar ursprünglich in diesem Thema sind aber die Grundgedanken der abendländischen Religionen. Wie lange bewegen uns diese Themen schon? Ja, dazu hätte ich schon gerne geschrieben. Doch auch hier fällt es mir schwer, die Gedanken in ein logisches Gebilde zu bringen.
Das Judentum, das in seinem Ursprung die Befreiung aus der Sklaverei in sich trägt, mit den Grundwerten der Freiheit und Emanzipation, und das Christentum, das mit „Liebe“ und „Nächstenliebe“ die Menschen aus der archaischen Barbarei befreien wollte – was für eine wunderbare Symbiose könnte das sein.
Meine große Bewunderung gilt dabei den Menschen, die diese Werte sichtbar in die Welt gebracht haben und bringen. Dabei hadere ich mit meinem kleinen Gehirn dass es mir einfach nicht ermöglicht die Menschen zu verstehen, die diese wertvollsten Menschengrundrechte in eine fanatische Gotteswelt transferieren. Zwei Schritte vor – einer zurück.
Allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2012, das wahrscheinlich auch im neuen Jahr unsere größte Fähigkeit in Anspruch nehmen wird: Anpassung – gelenkt von einem wachen und freien Geist.
Hallo Menachem,
Dir ein frohes und erfülltes Jahr 2012!
Ein schönes auf Wiederlesen!
Danke, Violine, auch dir an den romantischen Neckar einen wunderschönen Jahreswechsel-Abend.
Viele Grüße zum Jahreswechsel, Gesundheit und inneren Frieden.
Bis nächstes Jahr !
Zunächst einmal von mir, zusätzlich an dieser Stelle, ein gesundes und erfolgreiches 2012. Mögest du den Mut finden die wichtigen Entscheidungen die du zu treffen hast auch durchzuhalten. Denn getroffen sind sie ja immer schnell die Entscheidungen, aber damit leben ist ein anderes
Was die Religion angeht einen Rat an die Weisen: Lasst es gut sein. Jedem das seine und welchem Gott auch immer ein Wohlgefallen, auf das wir uns tunlichst grundsätzlich mehr umeinander kümmern anstatt uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen!
Und wo wir bei Köpfen sind. Ja. Es ist eine Frage des Kopfes was Lohn ist. Ich sehe Lohn als etwas abstraktes, nicht zwingend monetäres. Wenn ich z.B. Stunden damit zubringe jungen Menschen ihre Rechte zu erklären und sie deshalb nicht auf abschlussgeile Vertreter/Verkäufer hereinfallen und daher ihr erspartes, ihr nun übrig bleibendes Geld lieber in ihr Leben investieren, dann hat sich das auch gelohnt! Wenn ich mich um einen geliebten Menschen sehr bemühe (z.B. da unterbringe wo er gut versorgt wird) und dieser dank meiner Mühe auch nur einen Monat oder gar Jahre mehr auf Erden wandelt, dann ist das doch auch Lohn, oder?
Lohnen kann sich wirklich vieles, es ist immer eine Frage des Blickwinkels.
In diesem Sinne wünsche ich dir auch für das neue Jahr, und alle die noch für dich folgen werden, die Kraft möglichst viele Blickwinkel in dein Denken einzubeziehen!
LG
Michael
Danke Michael, und dir wünsche ich auch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Du hast natürlich Recht. Jedem seinen Gott. Ich bin auch schon wieder etwas am runterkommen.
Was mich ärgert ist, wie von der Sozialhilfe lebende ultraorthodoxe Juden in Israel einen sogen. modernen Staat um Jahrhunderte zurückwerfen.
Das empfinde ich einfach als traurig. Noch kann ich nicht erkennen, wie sich diese Spannungen, für jede Partei, lohend für das Gemeinschaftswesen auswirken.
Obwohl einerseits ärgerlich, nur in eigener Hilflosigkeit zusehen zu können, so wird mir andererseits auch wieder bewusst, Gut – das die Welt nicht nach meinem Willen und Vorstellung geschaffen werden kann.
So lasse ich jetzt einfach mal los und die Kräfte des Universums weiter ihr Werk gestalten
Mit herzlichen Grüßen aus Leipzig
Menachem
Lieber Menachem,
ich kann Deine Gedanken nachvollziehen, hadere/haderte ich doch teilweise selbst mit diesen Gedanken.
Aber in den letzten, na sagen wir 3 Jahren, vollzieht sich ein schrittweiser Wandel. Ich merke immer mehr, dass ich mir nicht mehr den Kopf heissreden und denken will über Dinge die andere Menschen,Religionen,Regierungen, ja sogar Familien tun. Wenn in meinem umfeld jemand hilfe braucht, bekommt er sie meist sofort und eher vielleicht manchmal im Übermaß. Aber ich habe erkannt, dass ich anfange mich zurück zu ziehen, wenn jemand zwar die Hilfe annimmt aber dann nichts ändert und das immer wieder. Ausserdem ziehe ich mich zunehmend von Menschen zurück, die mir nicht guttun oder auch eigentlich nicht die gleichen Interessen haben (z.B. eine Freundin, die 1.Ausländerfeindlich ist und 2. mit Kindern garnichts anfangen kann, oder mit Menschen die immer nur fordern aber nicht geben können).
Ich versuche mehr und mehr 1. an mich und meine Gesundwerdung (seelisch) bzw. eigentlich ist es eher ein Umbruch, 2. an die Menschheit oder Natur im allgemeinen zu denken und zwar positiv und in Dankbarkeit!
Ich glaube wenn man die guten Gedanken für unseren Planeten auf das politisch/religöse,wirtschftliche lenkt, dann verzettelt man sich in den Für und Wieders- und fängt an zu hadern- aber alles das wird von Menschen gemacht und damit eben egoistisch und fanatisch z.b.!
Versuch dich davon frei zu machen, vielleicht fällt es dir dann wieder leichter das Leben positiv anzugehen!
Wie ich an anderer Stelle schon mal erzählt habe, bin ich auch durch eine berufliche Insolvenz gegangen und werde sogar im Nachhinein noch abgestraft, da der Schufaeintrag erst nach 3 Jahren gelöscht wird.
Auch ich hadere immer wieder mit dem Lahn für meine Arbeit- aber ich
versuche es jetzt mal auf eine andere Weise, ich verkleinere meine Wohnsituation in diesem Jahr und dafür hole ich mir hilfe aus dem Universum! Ich werde das schaffen-meine Tochter kommt nur noch selten in den Semesterferien, also brauch ich auch nicht so eine große Wohnung.
Und ich bin sicher ich werde einen Weg finden das Thema Finanzen positiv in mein Leben zu verankern!!
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du in diesem Jahr einen Weg für Dich findest das Leben wieder positiv zu sehen! Dass Du gesund bleibst und Dir in allen Lebenslagen Dein Schutzengel zur Seite steht.
Es gibt einen Weg raus aus den Zweifeln!!! Glaub es mir!!
Ganz viel Licht für Dich!
Angelika
P:S. Sorry ist etwas lang geworden
Liebe Angelika, herzlichen Dank für deine Worte. Wäre es nicht schon so spät abends, die Tastatur würde rot – aber nur, weil sie zu glühen begänne, so möchte es jetzt aus mir heraussprudeln. Danke.
Auch ich wünsche dir ganz viel Licht für das neue Jahr 2012. Es wird, und da hege ich keinen Zweifel, ein GUTES und UNSER aller Jahr.Selten war ich von etwas so fest überzeugt, wie davon.
Liebe Grüße aus Leipzig,
Menachem
Gute Wünsche zum neuen Jahr gibt es viele. An oberster Stelle steht meist die Gesundheit, in unserem Alter durchaus angebracht – oder? Doch Gesundheit ist der Güter höchstes nicht, wusste bereits Schiller. Wichtiger ist der innere Friede und der ist ein Geschenk.
Ich mag so Allgemeinplätze nicht und so habe ich lange überlegt, was ich dir für das neue Jahr wünschen könnte. Also habe ich ein wenig in meinem Blogarchiv gewühlt und wurde fündig.
Für 2012 wünsche ich dir ganz viele “hirnlose Momente” und einen bedachten Start, damit die Puste lange reicht.
Herzliche Grüße
Christa
“hirnlose Momente”, @Christa? so langsam fange ich an zu zweifeln, ob mir das Schreiben nicht doch mehr gefehlt hat, als ich ursprünglich dachte:)
Ich bin Einer, der Menschen sehr schnell beurteilt. Und nun sehe ich, das man doch mehr als ein paar Schritte nebeneinander hergehen muss, um zu verstehen, nicht was andere sagen, sondern was sie “meinen”.
Würde man “hirnlose Momente” grad so jemanden sagen, der wüsste wohl gar nicht, wie ihm geschieht. Doch ich weiß, was du meinst, und dir dafür -ein aufrichtiges Danke. Vielleicht gelingt es mir, in diesem Jahr etwas länger an der Seite eines Menschen zu gehen, ehe ich ihn be (ver-)urteile. Und selbst wenn ich in diesem Jahr noch daran scheitere: das Samenkorn ist gelegt.
Dir wünsche ich, versunkene Momente im Anblick wunderschöne Landschaften, die dich in deiner Reiselust zu irgendwelchen Landschaften dieses blauen und herrlichen Planeten führen werden, und sei es nur, in die Rheinauen
Das Jahr hat erst begonnen und es ist noch viel Platz und Zeit, zum wünschen und träumen.
Liebe Grüße aus einem frühlingshaften Leipzig,
Menachem
Um noch etwas zum von dir angegebenen Frust-Thema hinzuzufügen:
kann ich alles gut nachvollziehen, doch denke ich nicht, dass hier “ultraorthodoxe Juden in Israel einen sogen. modernen Staat um Jahrhunderte zurückwerfen.”
Das wäre ihnen gar nicht möglich, sind sie doch viel zu sehr Teil des Ganzen, als dass von ihnen allein ein “Zurückwerfen” möglich wär! Dazu sind die “weltlichen” Israelis viel zu mächtig, doch haben sie immer schon politische und spirituelle Gründe, die (allein vom Goodwill der Weltlichen per Sozialhilfe abhängigen Ultra-Religiösen zu alimentieren.
Den inneren Widerspruch nicht austragen müssen gelingt nur in einem Umfeld von Feinden. Deshalb müssen auch die Palestinenser Feinde bleiben – weil man dieses “Angegriffen werden” vom Außenfeind braucht. Um nicht realisieren zu müssen: auch Juden haben ihre Juden… (weil es für sie historisch bedingt immer so aussieht wenn eine Mehrheit warum auch immer gegen eine Minderheit vorgeht… und davon partizipieren die Ultra-Religiösen ohne Ende…)
@Claudia:
Kurz und prägnant: Du irrst.
Das tun viele im israelischen Ausland. Es gibt im israelischen “Draußen” mEn kaum mehr ein Land in welchem Religion noch immer einen derart großen, vor allem von allen Beteiligten vor Ort gewollten, Einfluss auf die Gesellschaft und Politik gleichermaßen hat. Wie extrem dieser ist zeigte sich zuletzt als der sog. “Eiserne Vorhang” gefallen war und regelrechte Aussiedlerströme in ein Israel einzogen, welches sich gesellschaftlich/politisch eigentlich auf dem Weg der Heilung befand. Damals waren wir einem echten Frieden sehr nahe. Und dann kam eine Gruppe die davon gar nichts wissen wollte, die wollte nur einen super starken Staat der all seine Möglichkeiten einsetzte, um mit maximaler Effizienz seine Kontakte in der ganzen Welt zu Kapital und Waffen zu machen. Der MAcht zeigte, der riesig war, eben so wie das Land aus dem eben diese Aussiedler kamen. Dieser ganze Prozess konnte nur mit den Orthodoxen durchgesetzt werden, denn sie sind die Seele seines Volkes. Und ja Claudia, es ist dabei vollkommen egal ob man als Israelit im Gestern, Heute oder im Morgen lebt. Ob ich ein Disco-, oder Synagogengänger bin spielt schlicht keine Rolle (oft ist man beides). Das ist etwas das eben kaum ein Mensch hier Draußen nachvollziehen kann. Deshalb gibt es keinen Frieden im gelobten Land, weil die Orthodoxen viel zu mächtig sind, in viel zu vielen “Geschäften” ihre Finger drin haben und tatsächlich massiv etwas geduldet betreiben, was sich am besten als ausserparlamentarische Politik bezeichnen ließe. Das Problem mit solcherlei Art der Interessenwahrung ist, dass du mit ihr nicht verhandeln kannst. Ein bisschen so wie eine gemochte, ja geliebte Mafia ist das. weit verzweigt, allgegenwärtig und unsagbar mächtig, aber gleichzeitig kaum zu greifen, zu beeinflussen und schon gar nicht zu lenken. Frag nicht wie sich das entwickelt hat, denn die Antwort liegt auf den Gebeinen der Millionen Toten. So eine Gewalttat hat vielfältige Konsequenzen, eine davon ist der immer währende Wunsch nach Schutz. Diesen Schutz bieten aber keine liberalen Gedanken, keine hübschen Gesetzte, keine netten Willensbekundungen. Diesen Schutz bieten eben leider nur die Leute die auch Menachem nicht wirklich akzeptabel findet.
Wenn in Deutschland die Mafia endlich überwunden ist, nicht die politische im Bundestag, sondern die echte, dann gibt es auch Hoffnung für andere Länder
@Michael: danke für die informativen Ausführungen! Es stimmt, ich hab’ von Istraelischer Innenpolitik kaum Ahnung und bekomme ja nur das mit, was es in die Medien schafft (die beim Thema Israel eher zurückhaltend sind).
Dass “die Orthodoxen” so mächtig sind, sogar Mafia-artig das ganze Land beherrschen, wusste ich nicht. Immer wieder werden ja diese Stadtteile mit den lockigen Typen in der alten Tracht polnischer Adliger gezeigt – und dazu gesagt, dass sie nicht arbeiten, sondern nur die Schriften studieren und Sozialhilfe kassieren – dabei aber immer mehr werden wegen der vielen Kinder.
Gleichzeitig immer wieder Berichte vom “weltlichen” Israel, Tel Aviv als ganz normale, westlichen Lebensstil praktizierende Stadt. Und auch die israelischen Politiker, die man so zu sehen bekommt, wirken nicht gerade sehr religiös.
Meine Schlussfolgerung war, dass im Grunde die “Weltlichen” die Macht haben (weil: wer zahlt, schafft an), sich aber auch irgendwelchen Gründen nicht trauen, die innere Auseinandersetzung zu führen. Den Streit, der doch eigentlich überall ausbricht, wo eine Minderheit auf Kosten der Mehrheit lebt. (Man denke nur hierzulande an das stetige Bashen der Hartz4er als “faul und arbeitsscheu”, an das “Fordern und Fördern”, das den Leuten ohne viel Erfolg aufgedrückt wird).
Frage: welchen “Schutz” bieten denn die Ultra-Religiösen?
Den Schutz der Wurzeln. Sie Lassen all die liberalen Schönwetterschwätzer nicht vergessen was wir sind. Ein gejagtes, ein über Jahrtausende verfolgtes Volk. Wo stände Israel heute ohne diese Leute, ohne die sog. Hardliner? Sicher. Es wird viel über Toleranz und Akzeptanz schwadroniert, aus der Ferne, aus der Distanz. Auch bin ich selbst eher so, aber ich muss auch nicht neben starken arabischen Ländern leben die Gewalt und Krieg noch immer als Mittel zu Zweck einzusetzen bereit sind. Selbst die aktuellen Unruhen in der arabischen Welt zeigen das ja. Sind denn bei uns die Bürger aus der ehemaligen DDR bewaffnet auf die Straße gegangen und haben ihren Staat angegriffen? Mein Onkel lebte in Dresden. Ihm war klar das “Die Panzer” durchaus hätten kommen können, wie damals schon. Er erzählte mir dazu: “Ihr habt es ja immer gut gehabt, ich hätte mich dieses mal lieber abknallen lassen, als diesen Mist noch immer mitzumachen!”
Er als Katholik hätte die Lösung seiner politischen Probleme nicht darin gesehen die Evangelen zu Vertreiben. Araber sehen das aber durchaus so, nicht alle, aber viele. In weiten Teilen der arabischen Welt will man den Judenstaat nicht haben. sieht ihn als Bastion des Westens, oder gar als Brückenkopf der verhassten USA.
Wer macht sich einen Gedanken dazu was das für ein Gefühl ist seiner Verwandtschaft Gasmasken zu schicken, anstatt schöne Geschenke, nur weil ein verrückter Iraker zu viele Scud Raketen hat? (http://de.wikipedia.org/wiki/Scud#Einsatz_im_Golf-Krieg)
Die Orthodoxen Juden sind mEn der Inbegriff der gesamten kulturellen Wurzeln des Staates Israel. Sie zu entfernen würde bedeuten Israel von der Landkarte zu löschen. Es klingt verrück, vermutlich ist es das auch, aber es sind einzig die gedrehten Kotletten dieser mittelalterlich anmutenden Männer die das Überleben dieser kleinen Nation gewährleisten,…
Es ist verrückt
Entschuldigt bitte, dass ich in diese hochinterssante Diskussion nochmals mit einer Nebensächlichkeit herein platze.
@Menachem, danke für deine Antwort. Diese virtuelle Kommunikation ist verflixt. Beim zweiten lesen fiel mir dann auch auf, wie verwirrend mein Kommentar für Aussenstehende sein muss. Du schreibst, du seist jemand, der Menschen sehr schnell beurteilt. Ich bin jemand, der mit Elefantenohren zuhört und nix vergisst
Dein Kommentar damals war nachhaltig. Zur Erinnerung, Menachems Worte aus 2007.
ver-rueckt.net/?p=129
@Michael, dein Rat an die Weisen gefällt mir gut.
Herzliche Grüße in das frühlingshafte Leipzig
@Michael, mir ist bisher noch nie eine Argumentation wie die, deiner oben beschriebenen Wurzeln” aufgefallen. Das verrückte daran ist: Du triffst dabei mitten ins Schwarze, so jedenfalls, mein Gefühl.
Doch ist verrückt nicht ver-rückt?
Und bei allem wichtigen und richtigen was du oben beschreibst, mir dreht sich dennoch der Magen. Es ist diese Doppelmoral, vielleicht als Doppelidentität besser ausgedrückt, die ich, wie auch bei den Ami`s, nicht ab haben kann.
Ich bin in einem christlich-jüdischem, oder jüdisch-christlichem, Umfeld groß geworden. Heute betrachte ich das als großes Geschenk, wie das z.B. einer doppelten Staatsangehörigkeit.
Ich habe nie in einer Synagoge das Gefühl gehabt, hier sitzen gottesgläubige Menschen. Nun, ob sich das mittlerweile geändert hat, weiß ich nicht. Es ist schon gute 40 Jahre. Man traf sich, Freitags abends, zum Gottesdienst. Den Willen zur Aufrechterhaltung der Traditionen habe ich dabei sehr deutlich empfunden, Auch wenn in den Gottesdiensten mit dem ausgesuchtem Nachbar mehr über aktuelle politische Lagen diskutiert wurde, kurz unterbrochen von Ritten des Thora Lesens oder ähnlichem – man war zusammen, unter Menschen, Gesellschaft.
Das ist schon toll und gefällt mir, aber muss das unter dem Hut eines Gottesglauben sein, den z.B. meine Oma hatte, obowhl die NIE in die Kirche ging.
Ich habe hier aus meiner Kindheit und Jugend ganz gegensätzliche Eindrücke. Ich konnte damals nicht nach Erklärung fragen – man hätte sie mir auch bestimmt nicht geben können.
Mit dem Schreiben diese Zeilen, und daran erkenne ich doch, wie wichtig das Schreiben für einen selbst sein kann, eröffnen sich mir neue Sichweisen – denn, definitiv: der zwischenmenschliche Austausch ist ein kostbares und hohes Gut, und wenn es dazu einer Synagoge bedarf – o.K. Ich blogge halt.
Und, @Christa, a pro pro Elefantenohren.
Ich dachte immer, das wäre nur so ein loser Spruch, das es Menschen mit einem Elefantengehirn gibt, das nichts vergißt. Aber jetzt scheint mir, als würde es die tatsächlich geben. Alle Achtung!
Ich hoffe, du verzeihst einem bald 60-jährigem
Schitt – da fällt mir ein, da stehen ja im Moment ein paar Geburtstage an. Und auch 60-jährige
@Menachem, ich denke es braucht EINEN Hut, eine Wurzel, sonst würden sich Menschen, auch im Internet, in Foren und in Blogs, nicht finden und sich über das, was sie bewegt austauschen wollen. Bleibt die Frage, was ist passiert, dass die Zusammenkunft in einer Synagoge, Kirche oder Moschee nicht mehr zeitgemäß ist, abgelehnt wird und man sich im Netz finden muss? Was ist da ver-rueckt?
Doch was ist verrückt? Wie ein Sturm ganze Landschaften verrückt, so müssen auch wir unser Denken im Kopf und im Herzen verrücken lassen. Nichts bleibt beim Alten. Wandlungen sind lebensnotwendig. Ohne sie, würden wir erstarren, nicht wahr
Unsere Gesellschaft braucht Verrückte. Damit meine ich nicht die Verrückten im Sinne von Spinnern oder solche, die etwas an der Klatsche haben. Wir brauchen wieder Menschen mit zivilem Ungehorsam. Menschen, die sich trauen Neues zu wagen auch wenn es von anderen belächelt wird. Wir brauchen Menschen, die träumen und die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Unmögliche möglich wid.
Der Countdown läuft, die “6″ blinkt. Mein Elefantengedächtnis flüstert, es ist der Neunzehnte.
Gruß Christa
P.S. Älteren Männern begegne ich mit Nachsicht. Da fällt mir das Verzeihen leicht.
Habe ich heute bei den Nachrichten gefunden:
http://www.welt.de/finanzen/article13803952/Privatpatienten-draengen-in-gesetzliche-Krankenkassen.html
Vielleicht kannst du dir Hilfe holen, es gibt auch Berater die keiner bestimmten Versicherung angehören und die Schlupflöcher kennen!!
LG
Angelika
Danke für den link, Angelika. Ich bin von der Sache erst mal erleichtert, dass es sich um keine verquerte Ansicht meiner Person handelt, sondern das viele (in einem Jahr bei der Barmer und TKK allein 100000) einen Wechsel anstreben.
Und mal wieder Schlupflöcher und Tricks.
Ich glaube, mich reitet ein Wulff
Herzliche Grüße aus Dortmund,
Menachem
Guten Abend Menachem,
ich habe in den letzten Wochen 2 interessante Artikel gefunden. Ich stelle sie hier mal rein, vielleicht kennst du sie aber auch schon.
Auf Antje Schropps Blog habe ich diese Buchbesprechung
http://antjeschrupp.com/
und dann habe ich der Happinez einen tollen Artikel gelesen von Francien van Overbecke: Drei Religionen, ein Ursprung Abraham der Urvater
in diesem Artikel hat sie schreibt sie, dass sie die Bücher dieser Relogionen minutiös verglichen hat und sie so gleich sind vom Inhalt, dass wir uns alle tatsächlich als Verwandte bezeichnen können. Und dass wir ALLE mehr die Gemeinsamkeiten als die unterschiede hervorheben sollten! Ich konnte noch nicht feststellen ob es das auch als Buch gibt.
Werde in den nächsten Tagen mal recherchieren, da mich ein übler Hexenschuss aufs/ans Bett/zu Hause “fesselt”!:-)
Dir liebe Angelika, vor allem erst einmal wieder Gesundheit, dass du den Hexenschuss bald wieder los bist!
Den Artikel aus der Happinez habe ich noch nicht gefunden, aber da bin ich stur. Da bleib ich dran
Wie ich deine Worte so lese empfinde ich, das in all diesen Schriften ein “Geist” liegt, bei denen es nicht um Worte und deren Realisation oder Interpretation geht, sondern um das “Fühlen”.
Wer das “fühlen” kann, so glaube ich, wird das leben wollen und können. Wer es “verstehen” und als einzige Wahrheit in die Welt setzen will – der bleibt einsam.
“Brüder und Schwester im Geist ” – näher und umfassender können sich Menschen kaum sein.
Hab lieben Dank für deine wunderbare Anregung.
LG,
Menachem
[...] 56. mrs Pepstein (Leipzig/4625) 57. Sax Royal (Dresden/4827) 58. Da musst du durch .(Dresden/4885) 59. Gemeinsamleben Weblog(Leipzig/5072) 60. Weinfachhandlung Seeling (Plauen/5089) 61. Printblogger.de (Dresden/5232) 62. Der [...]