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Das treibt mich um

Managen.

Ich glaube von mir sagen zu dürfen, dass ich meine Firmen immer recht gut gemanagt habe. Eins der wenigen Gebiete, in denen ich echt was drauf habe.

Management. In Wikipedia nachgeschaut. Trockene Führungsmustererklärungen. Nachrangig, irgendwann ein kurzes Schlagwort:  Selbstmanagement.

Ich wurde jetzt gefragt,  „wie ich den mein eigenes Leben manage?“

Ups – eiskalt erwischt. Eine Frage, in dieser Einfachheit, hatte mir bisher noch niemand gestellt. Nicht mal ich mir selbst. Managen – mehr im Sinne von gestalten, als von führen.

In dieser Disziplin wäre ich bereit, mir die Schulnote mangelhaft – ungenügend zu geben.

Tja, wobei ich wieder bei den Fragen angekommen wäre. Aber diese hat`s absolut verdient, gestellt zu werden. Fremdbestimmung – Selbstbestimmung.

Gerne werden in psychologischen Untersuchungen immer wieder Bilder unterhalb der bewussten Wahrnehmungsgrenze eingeblendet. Erstaunlich dabei ist, wie sehr sie uns Richtung geben können. Liest man sich weiter hinein, und das muss nicht tief wissenschaftlich sein, bleibt am Ende nur ein müdes Lächeln für die Frage nach dem: freien Willen.

Von kulturell und lange gewachsenen Vorgaben, evolutionären Konstanten, ein auf Sparsamkeit getrimmten Energiehaushalt unseres Gehirns – mit Informationsflut und vereinfachender Selektion daraus, Tagesbefindlichkeiten, Vorlieben, Abneigungen, Ängsten, Erziehung, Erwartungen.. wird unser Handeln bestimmt. Und wir meinen, wir entscheiden in einem freien Willen.

Und von den Spezialisten hört man immer öfters, dass,  je tiefer sie sich in die einzelnen Disziplinen eingraben, die Komplexität derart anwächst, dass das eigentlich zu erreichende Ziel in immer weitere Ferne rückt.

Und so trage ich auch schon seit geraumer Zeit das Gefühl in mir, dass Fragen stellen in die Unendlichkeit des Fragens führt. Faust hat darüber schon lamentiert, doch sein Weg war auch kein gelungener aus der Misere und soll auch nicht meiner werden.  So bleibt eine Frage:

Was, wenn nicht fragen?

gitterfrauBild: Daniel

waren mir nie gegeben. Das große Rad…

das hat mich immer fasziniert, ja, meine Obsession.

Mit einer ungeheuren Kraftanstrengung habe ich 1983 das große Rad meiner Selbstständigkeit in Bewegung gesetzt. Man stelle sich vor: Ein mehrere Meter im Durchmesser messendes Rad, aus glänzendem Stahl, tonnenschwer, das in der Lage ist, eine große Maschinerie  anzutreiben. Im ersten Jahr habe ich es einige Zentimeter bewegen können – und als es erst einmal in Bewegung kam,  ging jeder weitere Zentimeter leichter. Bis es dann langsam und leicht, fast mühelos, mehr und mehr in Schwung kam. Das sich langsam in Bewegung setzende große Rad – kraft meines Willens, den es zu beweisen galt – das hat mich fasziniert, das habe ich gebraucht. Damals.

Das große Rad lief dann von selbst in seiner Eigendynamik. Immer schneller und schneller und bewegte  alle Rädchen  - und ich bekam Angst. Ich erkannte, dass dieses Rad nicht mehr durch mich zum Stillstand kommen konnte. Zusehen musste ich, wie der ehemals blanke und schöne Stahl rotglühend heiß lief -  bis es brach, das große Rad. Das Auseinanderkrachen hatte eine derart große Wucht, dass es das System, mein System, das ganze System,  zerstörte.

Dieser Tag, vor 10 Jahren, war ein guter Tag.

Die Räder waren seitdem immer noch groß – und wenn sie auch von mal zu mal kleiner und beherrschbarer werden, stand jedes dieser neuen Räder für einen Neuanfang. Und jeder dieser Tage  - war ein guter Tag.

Wie oft muss und kann ein Mensch neu anfangen?

Immer und immer wieder – weil jedem Neuanfang auch ein neuer Zauber inne wohnt.

hilfeschreiBild. Daniel

im Sand Design, zur Zeit gerade hier in Leipzig.

SD 1Also Schüppche und Schaufel g`nomm

SD 2und ein bisschen üben, für`s nächste Jahr, denn

SD 3dabei sein, ist alles.

Schöne Sommerzeit wünsche ich Euch allen.

ein Dach über den Kopf, Kleidung und Nahrung. Das, in einem funktionierenden sozialen Netz,  sind die Grundzutaten. Darüber würde ich jetzt gerne mehr schreiben, wie aber auch über die 1,6 Billionen Staatsschulden-Lüge, denen im Laufe der letzten 60 Jahre die Politiker Jahr um Jahr zugestimmt haben. Angeblich auf dem Rücken unserer Kinder, die diese mal zurückbezahlen müssen. Mumpitz. Diese können niemals zurückbezahlt werden. Angenommen, du verdienst:

26.000,– Euro im Jahr ( Haushaltsjahr)

Davon gehen 85 % für deine Fixkosten drauf, wie Miete, KV, Auto u.s.w. (also Beamte, Zinslast, Zuschüsse zu Renten, Militär, Subventionen…). Dann brauchst du dieses Jahr aber noch für vermeintlich Notwendiges, wie kaputte Waschmaschine, Strompreiserhöhung, Zahnersatz (Unwort des Jahres: Wirtschaftskrise)

9.000,– zusätzlich von deiner Bank.

Das wäre ja soweit noch in Ordnung, wenn du nicht schon

160.000,– bestehende Schulden hättest.

Sag mir mal jemand wie er das machen will, wenn er kein einziges Jahr mit seinem Geld auskommt, und immer neue Schulden machen muss –  wie will der dann jemals seine bestehenden Schulden abtragen? Selbst, wenn er es schaffen würde, mal ein Jahr ohne neue Schulden durchzukommen und evtl., was ich mir nicht vorstellen kann, 1000 Euro abzutragen, dann wären

schon in – 160 – Jahren alle Schulden auf 0.

So, nun habe ich keine Schulden – aber der Staat.

Was macht der Staat, wenn er Geld braucht? Na, das was er immer gemacht hat. Er schickt seine Steuereintreiber durchs Land. Wie diese nun ihr Handwerk ausrichten, werde ich euch dann berichten, wenn sie meine Bücher links gemacht haben.

schattenrissBild: Daniel

Jacko

Daniel hatte mir das Bild ohne Titel gesandt, ich habe es „Jacko“ genannt.

Jacko-1

in dieser Stadt zu arbeiten. 500000 Einwohner, davon 100000 Studenten. Selbstverständlich sitzen junge Leute abwartend in den Straßencafes, bis ihr Gegenüber das Handy wieder zur Seite legt – nicht ungeduldig, nicht missmutig, nicht beleidigt – alles ist, wie gesagt, selbstverständlich, sogar die fast ausnahmslos von allen jungen Leuten top gestylten Frisuren, meisterlich, ob männlich, ob weiblich – sehen aus, wie vom Wind zersaust, doch hat jedes Haar seine eigene korrekte Position.

In Großstädten schaue ich immer mit besonderem Augenmerk auf die vorhandenen Expresso Bar`s und wieviel auf den Straßen telefoniert wird – das ist so mein persönlicher Eindrucksindikator für den Puls einer Stadt geworden.

IMG_3603-1

Und nun, just als ich die Vorbereitungen für unsere Arbeiten in dieser schönen Stadt treffe, rufen die Kunden an, die mich alle im ersten Halbjahr versauern liessen – dafür aber jetzt, sofort, am besten gestern schon und gleich.

Es wird also leider wieder nur ein schneller Arbeitsdurchmarsch werden – schade, das hatte sie nicht verdient, und ich, glaube ich, auch nicht.

IMG_3605-1Die Stadt verrat ich nicht, aber zu dem Land, hab ich bei Daniel „das“ Bild dazu gefunden.

Frau in Rot

Mein Vater, Jahrgang 1920, heute in Frankfurt lebend, verbrachte seine Kindheit in Lodz. In den 30 umliegenden Häusern seines Viertels, die einem Deutschen gehörten, lebend mehr Menschen als heute in einem mitteldeutschen Dorf. In den zwei Zimmern ihrer Wohnung wurde gewebt, geschlafen, geboren, geliebt, gezankt, gefeiert. Man half sich – aber jeder musste selbst schauen, wo er bleibt – kaum Platz für Rücksicht. Eine Überlebensstrategie, schon früh erlernt, die ihn vielleicht die Kriegsjahre überleben ließ, als einzigsten seiner Familie. In dieser wahrscheinlich unbewussten Strategie kenn ich ihn – bis heute.

Meine Mutter, Jahrgang 1922, und schon seit vielen Jahren tot, war, um es ganz genau zu beschreiben, das exakte Gegenteil. Unausweichlich – das in dieser Konstellation häufig die Fetzen flogen.

Aber da gab es auch die kleinen Botschaften, wie: gibt doch was ab, das macht man nicht, sei nicht so egoistisch, denk mal an die anderen – diese leisen, immer wiederkehrenden Bitten zum Umdenken.

Heute, nach vielen Jahrzehnten meines Lebens, gehe ich mit meinem Vater durch die Stadt, nehme seine Art des Überlebens wahr, merke, wie es sich in meinem Magen dabei dreht, und denke:  Es hat etwas Gutes gehabt.

Genau diese Gegensätzlichkeit der Beiden, die nicht stumm gelebt wurde und mit immer wiederkehrenden Wiederholungen auch nie zum Stillstand kam,  hat mich geprägt. Dabei wurde ich in einer Gesellschaft groß, die immer wohlhabender wurde und sich den Luxus der Rücksichtnahme leisten konnte.

Heute habe ich immer öfter den Eindruck, das der Wohlstand der Gesellschaft sich diesen Luxus der Rücksichtnahme nicht mehr so leisten kann und das nach den 2 Schritten nach vorne, die wir bisher gemacht haben, jetzt der eine Schritt nach hinten ansteht.

Und so unspektakulär diese kleine Geschichte ist, so reicht sie, um meinem Vater über den Kopf zu streicheln und zu denken: Bleib noch ein bisschen.

Doppelmoral,

06170036darüber wollt`ich jetzt schreiben.

Das würde aber bedeuten, auf ANDERE zu zeigen. Mit dem vielleicht netten Nebeneffekt, das sich die eigene dabei soweit relativiert, dass sie garnicht mehr als solche warhnehmbar ist.

Dieses Blatt hier, fiel mir im letzten Moment auf, sollte leer bleiben.

Das dieses Blatt hier leer bleiben kann, ist für mich, wie das Überqueren einer der ersten großen Mauern, von denen noch viele vor mir stehen. Überquert hätte ich sie – dessen bin ich mir sicher, dass dieser Sprung aber jetzt schon gelungen ist, war mir nur durch den blog möglich, den ich schreibe – die ich lese.

Danke.

Bild: Daniel

Das BKA war da

oder wer könnte sonst meine blogroll geklaut haben?

Na ja, jetzt ist sie wieder da. Bäsch – BKA!

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