Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Alles’ Category

Es war einmal…………..

Liebe Claudia, lieber Gerhard, schön, dass ihr mit euren letzten Kommentaren an mich gedacht habt. Das freut mich sehr und tut gut. So ist nach all den Blogger-Jahren doch was schönes geblieben.

So, wie die Geschichte „Meine Hommage“ von schönen Erinnerungen erzählt, so ist es auch für mich mit dem Netz. „Es war einmal…“, aber jetzt im Moment ist es nicht mehr mein Netz. Außer den 5 Blogs, die ich in meiner blogroll neu aktualisiert habe, möchte ich mich mal eine Zeitlang von all dem „Geschimpfe“ distanzieren.

75 Jahre nach der Befreiung von Ausschwitz geht es uns überwiegend so gut wie noch nie und dieses Land hat großartiges geleistet, auch, was die Auseinandersetzung mit der Geschichte betrifft. Und dennoch wird es zerfleddert,-  mit Hass, Wut, und Abschaum überschüttet. Respektvolle Dialoge im achtsamen und rücksichtsvollen Umgang miteinander, werden zur „Suche nach der Nadel im Heuhaufen“. Und das schlimme daran ist, das ich an mir selber feststelle, das dies alles ansteckend ist und sich auch „mein Ton“ zum unguten verändert. Das erschreckt mich. Und bis ich für mich weiß, wie ich damit zukünftig umgehen kann und will, bis dahin, – bin ich dann mal weg!

Read Full Post »

Eine schöne Weihnachtszeit…..

wünscht allen Freunden und Bekannten, Menachem und Bernd.

 

 

Wir haben in diesen Weihnachts-Klassiker eine kleine Botschaft eingebracht, nicht zuletzt angeregt, durch die guten Gespräche der letzten Wochen bei Claudia Klinger. Wir zwei alten Säcke, Bernd und ich, die nunmehr stramm auf die 70 zugehen, haben jedenfalls viel Spaß und Freude bei unserem Hobby. Mit dem digitalen Neuland das wir nun betreten haben, verlassen wir die alten analogen Wege und es ist großartig zu erfahren, mit welchen Möglichkeiten und in welch großer Fülle hier experimentiert werden kann. Ja, fast schon ein kleines und vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für uns und ich wünsche allen, dass ihnen am Weihnachtsfeste auch ein paar ….

…..Herzenswünsche erfüllt werden mögen.

 

 

Read Full Post »

The falling leaves……

…. ein metaphorischer Text,-  in schönen Harmonien eingebettet,- der von Liebe ganz im Allgemeinen, und deren Vergänglichkeit, erzählt.  Sinnlich. Von Bernd und mir nacherzählt. Um vor der Vergessenheit zu bewahren. Liebe.

 

Read Full Post »

Es soll mein vorerst letzter Beitrag werden, der sich mit aktuellem politischem Geschehen beschäftigt. Meine Fragen nach den Gründen einer sich deformierenden politischen und gesellschaftlichen Struktur unterschiedlichen Ausmaßes, werden bleiben. Ansonsten halte ich es mit Meryl Streep: „Ich habe keine Geduld mehr…“

Über 6 Jahrzehnte lang war ich ein braver Vasall dieses Staates und des Systems. Ich habe mein „Zehnt“ ordnungsgemäß entrichtet, dafür konnte ich mein Leben überwiegend frei jede Einschränkung leben. Wir sind uns aus dem Weg gegangen, wo immer es möglich war.

Sah ich den Staat in meinen Kindheitstagen noch als „edlen Ritter“, der sich um die Balance zwischen arm und reich bemüht, so hat sich mein Bild in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Nicht nur, dass er zum unnachgiebigen „Raubritter“ mutierte, auch WEHE!!!, ach, oh je…, du gerätst in die Klauen dieses Gesetzes-Monster. In diesem Fall hast du immer, und absolut, die Arschkarte gezogen.

Mein Problem ist nicht, dass der Staat nicht immer und überall gerecht sein kann. Das wäre eine unmöglich zu erfüllende Forderung. Vielmehr vermisse ich den adäquaten und „fairen“ Umgang miteinander, der sich nicht per Definition bestimmen lässt, sondern einem gewachsenen Gefühl entspringt. Entmutigt, fast schon depressionsgeneigt beobachte ich, dass dieser Staat nicht mehr die Menschen in seinem ersten Fokus hat, sonder- an den Schwachen, den Bedürftigen, den Ängstlichen, den Gefallenen…. VORBEI, sich selbstzentriert mit eiskalten Berechnungen nur noch am Machterhalt orientiert. So erscheint es mir. Und ich könnte mir vorstellen, dass ein ähnlich geartetes Gefühl auch die Menschen in der ehemaligen DDR erreicht hat.

Und mitten in diesem Zeitgeschehen, stellen sich 3 Parteivorsitzende vor die Kamera. „Der große Wurf!“ „Die Kuh ist vom Eis!“

3 Millionen Bürger dieses Landes haben lange, wartend und spannend darauf gewartet. Die Grundrente! Und als ich jetzt, dieser Tage, die ersten Entwürfe dazu las, war meine Enttäuschung unbeschreiblich. Ich betrachte diese Gesetzesvorlage als eine „Frechheit“, als einen Schlag ins Gesicht.

Mit höchst komplizierten Berechnungsgrundlagen, ob Anrechnungszeiten, Freibeträgen, Kinderzeiten, Gleitzonen….. wurden 50 % der Hoffenden und Bedürftigen, nämlich 1,5 Millionen Menschen, extrahiert. Mit welcher Dreistigkeit wird so ein Stückwerk denn als „Grundrente“ proklamiert? Das ist doch maximal der 1. Schritt im Versuch, einer wirklichen Grundrente näher zu kommen.

Nun kann ja mit diesen ausgeklügelten Berechnungsgrundlagen, die ich mal als „Filter“ bezeichnen möchte, die Anzahl der Antragsberechtigten in jede gewünschte Größe manövriert werden. Das durch diese Filter 50 % aussortiert werden, halte ich für eine bewusst gewählte Größenordnung. Wenn von 100 % einer brodelnden Masse 50 % ruhiggestellt werden, reicht die Restenergie der 50 % Hintergangenen nicht mehr aus, um Unruhen zu entflammen.

Ob das alles so stimmt, weiß ich nicht. Doch glaube ich schon, dass solche politisch taktischen, und nicht wirklich sozial gesteuerten Rundumschläge, intuitiv von vielen Menschen sehr, sehr kritisch auf- und angenommen werden.

„Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“

 

P.S.

Mir wurde berichtet, dass in meinem WordPress derzeit sehr viel Werbung erscheint. Das bedauere ich und es geschieht ohne mein Zutun/ Zustimmung. Ich selbst sehe davon nichts, da es von dem „Seitenbetreiber“ (geschickt) für mich ausgeblendet wird.

Read Full Post »

Wie es denn war. Damals. 1991

In einer Woche wird gewählt. Ein Land verändert sich. Hatte die CDU in Sachsen 1994 noch 58,1 %, landet sie jetzt bei ca. 29 %. Der Wandel ist die Konstante. Zeit zu erzählen, wie es denn war. Damals. 1991.

Frühstückszeit. Das üppige Buffet im Mövenpick am Naschmarkt lässt kaum einen Wunsch unerfüllt. Die Hütte ist rammelvoll. Die Luft brennt. Hier ist der point of no return. Die unterschiedlichsten Menschen,- sportlich gekleidet, die Hemdsärmel hochgekrempelt-, sitzen um die kleinen Rundtische. Schreiben, futtern, quatschen, rauchen, lachen. Andere kommen suchenden Blickes herein, bis die Gespanntheit in ihrem Gesicht mit einem freudigen „Ach, da sitzt er ja“ im Off verschwindet. 

Konkurrenz? Nein! Dieses Gefühl hatte ich zu dieser Zeit nie. Die einen kennen sich bestens im Altsystem der DDR aus, die anderen wissen was gebraucht wird, um sich „privat“ zu machen. Man braucht sich gegenseitig. Man lernt voneinander, sehr schnell. Manchmal viel zu schnell. Schon in 2-3 Jahren werden sich hier natürlich Barrieren aufgebaut haben, die ich, aus der Pfalz kommend, nicht mehr überwinden kann. Der sächsische Dialekt. Man bleibt lieber unter sich.

Aber jetzt,`91, ist die Euphorie noch groß. Es wird viel und hart gearbeitet. Und in gleichem Stil gefeiert. Champagner fließt und astronomische Mieten werden für abgewrackte Hütten bezahlt. Wenn sie über Telefon verfügen. Zwischen Ost und West wird viel hin- und hergefahren, geflogen. Die Bewirtungskosten erreichen ihren Scheitelpunkt. Höher waren sie nie, höher werden sie nie mehr sein.

Ein ehemaliger und langjähriger NVA-Angehöriger, er wird so um die 50 sein, fängt als LKW-Fahrer bei uns an. Seine alte Einheit wurde aufgelöst. Er ist sympathisch und kennt sich aus. Am W50. Deutlich überqualifiziert, bekommt er aufgrund seiner Biographie derzeit nirgends Arbeit. Er macht seine Sache gut. Arbeit kann ich ihm geben, mehr kann ich im Moment nicht für ihn tun.

Ein junger 19-jähriger Mann, in braver Kleidung, steckt seinen Kopf durch die Tür und fragt, ob wir die Firma xy sind. „Nein“, ist meine Antwort, „die sitzen 3 Türen weiter. Wir sind die Firma ADS-Parco. Aber jetzt kommen sie doch erst einmal herein, junger Mann. Wie heißen sie denn?“ Ab dem folgenden Tag wird der junge Mann ein Jahr lang in diesem von Zigarren- und Schweißgestank durchtränken Zimmer sitzen, sich mit Word und Excel beschäftigen, husten, zuhören, Fragen stellen, wachsen, – bis er 4 Jahre später geschäftsführenden Gesellschafter ist.

Diese Zeiten sind vorbei. Schön war`s. Damals. Ich war dabei.

Read Full Post »

Geschreddert

„Wie weit bist du?“

„Im Moment geht`s nicht weiter. Hab` ich mich an Luther festgebissen. Hab übrigens jetzt ein interessantes Buch dazu gefunden.“

Und dann begann Peter zu erzählen. Was mich immer erstaunt hatte, war, dass er alles behalten konnte, was er da las. Und so hatte sich in seinem Kopf ein großes Wissen angesammelt, aus dem er vortrug. Eines Tages konnte ich nicht mehr anders und ernannte ihn  zu „meinem Privatdozenten für Geschichte und Kultur“.

Vorleseungsbeginn war immer halb elf. Einmal im Monat. Café Grundmann. Ende: offen

An seiner verwickelten und verschlungenen Biographie schrieb er über Jahre. Immer sicher verwahrt auf der Festplatte seines Computers. Erst das vollendete Werk wollte er übergeben. Seiner Familie, damit in Erinnerung bleibt, wie es denn war. Damals. In den 50er Jahren. Wie groß seine Freude war, wenn er Freitag nachmittags auf den Bus wartete, der ihn zu seinen Großeltern brachte. Raus aus dem Dorf der ärmlichen Familie nahe Halle/Saale, wo sein Vater, der Dorfschullehrer, mit harter Hand regierte. Wie es denn war, als er, ein bekennender Antifaschist, am ersten Tag seiner Volksarmeezeit morgens an der innerdeutschen Grenze stand. Mit 18. Mit einem Gewehr über der Schulter. Mit Schießbefehl. Wie es ist, wenn das halbe,- in sozialistischer Ideologie gelebte Leben-, ihm verweigert, im Neuen anzukommen.

Es ist bald ein Jahr her, dass sein Arbeitszimmer entrümpelt wurde. Sein alter Computer, der noch von Windows64 angetrieben wurde, fand dann auch seine letzte Ruhestätte. Im Schredder. Und so hat sich der „Mantel des Schweigens“ still und leise über seine Geschichten gelegt.

Langsam und leise, fast behutsam, legt er sich nun auch über meinen Vater. Entlässt ihn aus den Erinnerungen. Endlich. Und ich hätte noch so viele Fragen.

Und ich?

Bin dem fern und nah.  Und bis er meinen kalten Körper wärmt, erzähle ich hier.

Wie es denn war. Damals.

Read Full Post »

…Einzelmerkmale zu einer Generalbehauptung vergewaltigt werden, um die Stimmung Ost gegen West aufzuheizen. Denn der Ost-Motor der AfD ist die unfähige Politik sowie der überhebliche Westen, der die gerechte Angleichung der Lebensverhältnisse immer noch ablehnt, verhindert, ja- sogar strikt verweigert. Und die Erzählung vom niedrigen Ost-Rentenniveau ist da ein gefundenes Fressen.

Vorneweg:

Es gibt definitiv Menschen in „Ost und in West“, die ihr Leben lang fleißig, gut und zuverlässig gearbeitet haben und deren Altersgeld für eine „soziale Marktwirtschaft“ beschämend ist. Darum geht es hier NICHT! Es gibt privilegierte Berufsgruppen in Alt-West, damit meine ich vornehmliche Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, die ein durchaus respektables Altersalär erhalten. Auch um diesen Sonderstatus, den es so nur in der BRD gab, geht es hier NICHT.

Denn, das ist das Entscheidende:

Rente berechnet sich aus: 1.) Rentenpunkten und 2.) Entgelt pro Rentenpunkt

Und durch die unterschiedlichen Familien- und Sozialsystemen*1) konnten im Osten mehr Rentenpunkte  angesammelt werden, woraus sich aus dem Jahresbericht der deutschen Rentenversicherung 2018 folgende Durchschnittsrente ergibt:

Neue Bundesländer

Alte Bundesländer

Männer

1.198,00 €

1.095,00 €

Frauen

928,00 €

622,00 €

*2)

Woraus abzulesen ist: Die Durchschnittsrente ist im Osten ( besonders bei Frauen) höher als im Westen.

Doch, zählen derzeit noch Tatsachen und Argumente?

Ich meine: Sollen die Menschen im Osten doch der AfD Propaganda weiterhin auf den Leim gehen und sie wählen. Menschen müssen ihre Erfahrungen machen. Und Menschen der Erfahrungen zu berauben heißt auch, sie des Lebens zu berauben. Wenn sie dann von denen irgendwann die Schnauze voll haben, wo ist das Problem? Auf den Leipziger Ring brauchen sie dann nicht mehr. Einfach das „Kreuzchen“ dann an einer anderen Stelle machen und der Spuk hat ein Ende. So einfach kann Demokratie funktionieren!

Aber eins ist auch klar: Die Demokratie der Alt-BRD ist mein zu Hause und ich werde nicht tatenlos zusehen, sollte sie der Osten zerstören oder ersetzen wollen, was ich mir im übrigen schon allein aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht vorstellen kann. Natürlich, nicht alle meine Wünsche kann die agierende Demokratie erfüllen und sie hat ihre Unzulänglichkeiten, Schwächen und Fehler, aber sie hatte nie Jugendhöfe, Umerziehungsanstalten, Bautzen, STASI…….. und TOTE. An Grenzen.

Das sind m.E. nach wertvolle Gründe, gerade in einer schwierigen europäischen Gegenwart, bedachter und umsichtiger Demokratie zu leben.

 

*1) In der ehem. DDR waren neben allen Arbeitnehmer auch alle Selbstständige pflichtversichert, im Gegensatz zur Alt-BRD, wo dort zum großen unversicherten Selbstständigenanteil auch noch der sozialversicherungsfreie Besserverdienende hinzukam, der heute u.a. nicht selten 1000,00 bis 1200,00 Eur allein für seine Krankenversicherung aufbringen muss. Es gibt darüber hinaus weiterhin viele Unterschiede zwischen „realen und verfügbaren“ Renten, in denen nicht selten die neuen Bundesländer punkten.

*2) Quelle: https://www.auswandern-handbuch.de/durchschnittsrente-deutschland/

 

 

Read Full Post »

Older Posts »