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Und jetzt?

Die Stimmung unter den Anhängern der verschiedenen politischen Strömungen in meinem engsten Umfeld empfinde ich derzeit als sehr aufgeheizt, belastend, vergiftet und mittlerweile nahezu unfähig zum Dialog. Ich muss gestehen, manchmal fehlt auch mir mittlerweile schon die Bereitschaft und Fähigkeit hierzu.

Ich bin anwesend, als eine Frau zu der kleineren Gruppe sagt: Ja, selbstverständlich gehe ich wählen. Und ich, wie alle meine sehr intelligenten Kinder wählen die. Die AfD

Mit einem kräftigen „Jaaa“ explodiert die Gruppe. UNISONO, begleitet von der Becker-Siegesfaust.

Ich erstarre äußerlich zur Salzsäule, während ich innerlich zu einem Häufchen Elend zusammenfalle.

Noch 2 Tage zuvor hatte ich über die Strategie der AfD nachgedacht und dabei Altbekanntes zu erkennen gemeint. „Danke“ für die Flüchtlingskrise, schoss es dabei durch meinen Kopf. Diesmal sind es nicht die Juden, die in der 1. Reihe der Sündenböcke stehen. Wie lange noch?

30 %. Die Parole hat Höcke ausgegeben. Nur wenig mehr, hatte die NSDAP in der entscheidenden Novemberwahl 1932.

Noch bis vor kurzem hatte ich Bewunderung und Respekt für das Wählerverhalten in den neuen Bundesländern. Vielmehr Menschen hatten hier in Wahlen den Mut, ihrem Protest Ausdruck zu verleihen und Neuausrichtungen anzumahnen. Schneller, als die in Parteientradition verhaftenden Wähler der Alt-Bundesländern.

Mittlerweile glaube ich aber, dass das nur eine Hoffnungs-Illusion war. Ich tendiere mehr und mehr zu der Annahme, dass AfD-Wähler KEINE Protestwähler sind. Sondern AfD-Wähler. Warum nur?

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An der Tanke

Ich fahre ins Hotel. Meinen Freund abholen, der mich hier in Leipzig erstmals besucht. Bernd. Mit dem ich vor gut 40 Jahren in der Pfalz und im Saarland Musik gemacht habe. Bevor wir aber gegen Mittag musikalisch loslegen wollen, steht noch eine kleine Stadtrundfahrt an. Also, ab zur Tanke. Sprit nachfüllen. Hinzu kommen noch Zigaretten und eine kleine Flasche Rum. Der Rum als kleines Erinnerungspräsent, mit dem wir uns seinerzeit in Form von Cuba Libre stets (mühsamst :)) )  auf dem alkoholischen Level unserer tanzenden Gäste hielten.

Rein in die Tanke und an die Kasse, um meine 11,46 Eur zu bezahlen. Doch dann kommen noch schlappe 18,54 Eur hinzu. Staatliche Abgaben. Und schwups.., sind 30,00 Eur von meiner Karte abgebucht.

Oh, denke ich, 18,54 Eur Abgaben auf 11,46 Nettowarenwert! Hey…, Bescheidenheit sieht anders aus. Insgesamt-, ein doch überaus honorer Obolus, bei dessen Entrichtung es auch schon mal erlaubt sein darf, Ansprüche zu stellen.

Netto Steuern/Abg. Gesamt
Tanken: 3,70 € 6,30 € 10,00 €
Zigaretten 3,00 € 7,00 € 10,00 €
kl.Flasche Rum 4,76 € 5,24 € 10,00 €
Summe: 11,46 € 18,54 € 30,00 €

 

Und ankommend im Hotel, und noch in diesen Gedanken sinnierend, kam die Frage von Bernd zu einem ganz falschen Zeitpunkt: „Sache mol, seit won heben ihr denn in Leipzsch ne` Kurdax?“

Und davon,- dann mehr, im nächsten Beitrag.

Gemeinsam-leben

Wiederholt sich die Geschichte der DDR im System der „BRD“?

Vorneweg. Ich glaube nicht, dass sich Geschichte wiederholt, aber die Resultate aus Fehlentwicklungen,- die können die gleichen sein.

Ob „Boeing 737 Max“ oder „Concorde“. Das traurige Ergebnis ist das gleiche, auch wenn unterschiedliche Ursachen zur Katastrophe führten. Zerschellte Flugzeuge mit vielen toten Menschen, die ihr eigenes Leben vertrauensvoll in die Hände anderer legten.

Eine unglückliche Verkettung von Einzelereignissen, die auf „eine“ Schwachstelle trafen. Diese war BEKANNT. Dennoch wurde sie von den Verantwortlichen in Kauf genommen.

Nur GEMEINSAM werden wir (über)LEBEN können, im fortwährendem Spannungsausgleich zwischen Jung und Alt, arm oder reich, Ost oder West, Mann oder Frau, ………… und von:

Volk und Staat, dessen hiesige Entwicklung, Verständnis und Verhältnis in eine immer besorgniserregendere Schieflage gerät.

Ich möchte hier nicht besser wissen, verletzten oder hetzen, sondern nur meiner Sorge ein Ventil geben, aus einfacher Sicht. Versuchen, zu beleuchten. Auch, wenn das immer nur subjektiv sein kann.

Im 10. Monat

meiner Außerdienststellung pendelt sich nunmehr mein anderes und neues Leben langsam ein. Und so dachte ich, ich gebe mal heute kurz „Laut“ von mir: Alles im grünen Bereich. Pläne, Vorhaben und Aktivitäten nehmen langsam Form an. Und fordern gleichzeitig ihren Tribut ein: Zeit. Und die reicht einfach nicht. Wieso?

Nun, ich schlafe jetzt morgens auch gerne länger. Das ist in meinen Genen von Geburt auf drin. Kann ich machen nix! Mit 9 Uhr morgens bin ich zwar der Frühaufsteher hier im Haus der Rentner, doch die zwei Stunden fehlen mir. An allen Ecken und Kanten. Und so muss auch ich/wir, zum Leidwesen aller noch beruflich Tätigen, samstags einkaufen gehen. Wann dann sonst, bitteschön? Ich glaube, gefühlte Jahrzehnte habe ich dieses Phänomen nie verstanden. Und jetzt? Gut, neues Thema.

Betriebsprüfungen aller Art und Formalismen im Rahmen der Betriebsschließung frisst mir ein weiteres Loch in mein ohnehin knappes Zeitreservoir. Das wird sich noch fast 2 Jahre hinziehen. Also, langweilig kann es mir von daher nicht werden.

Einziger Wehrmutstropfen: Die letzten langen kalten Wochen gehen mir gehören auf den Sa*k! So ca. 11-12-mal/Tag versuche ich Johnny seit 2 1/2 Wochedn beizubringen, dass eine Wohnung eine Wohnung ist und gelöst wird sich: draußen.

So, jetzt könnte ich zwar noch lange quatschen, aber heute wenig Zeit. Sonntags viel wenig. Brauche Zeitmanagement-System. Neues 🙂

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Dem einen sein Sonnenuntergang, ist dem Anderen sein SONNENAUFGANG!

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Die derzeitige Verweigerungsmentalität in den blogs einen Jahresrückblick 2016 zu schreiben, hat nun auch mich erstmalig zu einem Jahres-Vorausblick bewogen, und zwar genau in dieser Reihenfolge:

Reisen, – als leidenschaftlicher Nomade freue ich mich riesig darauf, im neuen Jahr mit dem Wohnwagen Länder/Land und Menschen in innerer Ruhe neu zu begegnen. ( Also, Gemeinsamleben an Alle:- Warnung ist hiermit ergangen 🙂 )

Musik, – bereitet mir auf meinem Keyboard noch immer sehr viel Freude, besonders, in der Gruppe. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.

Offener, – mich in der Welt einzufinden. Menschen, Chancen, Augenblicke. Zeiten des tiefen Atmens.

Akzeptieren,- das die körperliche und geistige Spannkraft nachlässt, deutlich zu spüren jetzt, mit dem Eintritt in den Austritt. Aber auch dieser Wermutstropfen gehört zu dem neuen Kreis der zu akzeptierenden Veränderungen.

Und vielleicht,- bekommen wir noch Familienzuwachs. Einen Bolonka. Das steht zwar noch in den Sternen, aber was wären wir, würden wir nicht versuchen, danach zu greifen.

Ich wünsche uns allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr 2017, und das wir uns am 31.12.2017 wieder alle hier im Netz einfinden können, um dann mal wieder über unsere wunderschönen Erlebnisse des vergangenen Jahres zu schreiben.

Bleibt Gesund!

חג שמח

Die obigen Schriftzeichen sind hebräisch. „Chag sameach“ heißt es dort, wenn es richtig von rechts nach links gelesen wird, und bedeutet:

FROHES FEST.

In meinen nun bald 65 Lebensjahren kann ich mich nicht erinnern, dass Heilig Abend und der 1. Chanukkatag taggleich waren. Aber,- wie sich die Zeiten doch ändern:

als noch kleiner Junge wäre das für mich das absolute „worst case szenario“ gewesen :), wo ich es doch gewohnt war, mir zweimal etwas gegen Jahresende wünschen zu können. Einmal zu Chanukka, und einmal zu Weihnachten.

Dieses Jahr allerdings bin ich in einer Stimmung, in der ich dieses Aufeinandertreffen als etwas ganz Besonderes empfinde. In meiner derzeitigen extremen Dünnhäutigkeit bewegen mich alle Zeichen, in die ich ein friedvolles Miteinander zu interpretieren vermag, sehr, sehr stark und tief.

Und so wünsche ich uns allen, morgen, am 24. Dezember 2016:

CHAG SAMEACH.

 

 

Eine Verwandlung

meine ich derzeit im Netz zu erleben. Aus einem ehemals inspirierenden, interessanten, respektvoll sprühenden Netz kommt derzeit nur noch eine „digitale Klagemauer“ bei mir an. Alles ist furchtbar und schlimm, was zurzeit auf und in der Welt schief läuft und geschieht. Selbst, wenn es mal eine positiv klingende Nachricht gibt, transportiert sie das schlechte, das wahre, das negative, das mörderische: Castro, eine historische Persönlichkeit der Weltgeschichte!

Ätzend finde ich, dass sich selbst diese Einleitung hier nahtlos in das ganze negative, und damit destruktive Gejammere, einreiht. Und deshalb will ich nicht mehr schreiben. Dieses Geheule haben weder die Leser verdient, noch ich, der es schreibt. Keine Macht, weiteren negativ destruktiven Gedanken und Beiträgen im www, von denen wir alle nunmehr überreichlich bis zum „Geht nicht mehr“ geflutet sind.

Dumm nur: Ich brauche Input! Ständig!

Und was bekomme ich? Hypothetisches Gegackere über AfD, Trump, Erdogan, Brexit…. Man, ich fühl mich matt, ausgelaugt, gelangweilt. Genug der sich immer wiederholenden leeren Thesen, die so viele meinen an das Portal des Internets nageln zu müssen. Um die Welt zu retten. Um alle schlafenden Lämmer zu wecken. Erwachtet! (Lämmer). Ich bin müde.

Morgen werden es 4 Wochen. Die 2 Stockwerke zu unserer Wohnung „Hoch über den Wolken“ laufen sich mittlerweile fast wie von selbst. Das Nichtrauchen ist schon eine tolle Sache. Ja, doch.

Wirklich.

Echt.

Ja,ja…..