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Im 10. Monat

meiner Außerdienststellung pendelt sich nunmehr mein anderes und neues Leben langsam ein. Und so dachte ich, ich gebe mal heute kurz „Laut“ von mir: Alles im grünen Bereich. Pläne, Vorhaben und Aktivitäten nehmen langsam Form an. Und fordern gleichzeitig ihren Tribut ein: Zeit. Und die reicht einfach nicht. Wieso?

Nun, ich schlafe jetzt morgens auch gerne länger. Das ist in meinen Genen von Geburt auf drin. Kann ich machen nix! Mit 9 Uhr morgens bin ich zwar der Frühaufsteher hier im Haus der Rentner, doch die zwei Stunden fehlen mir. An allen Ecken und Kanten. Und so muss auch ich/wir, zum Leidwesen aller noch beruflich Tätigen, samstags einkaufen gehen. Wann dann sonst, bitteschön? Ich glaube, gefühlte Jahrzehnte habe ich dieses Phänomen nie verstanden. Und jetzt? Gut, neues Thema.

Betriebsprüfungen aller Art und Formalismen im Rahmen der Betriebsschließung frisst mir ein weiteres Loch in mein ohnehin knappes Zeitreservoir. Das wird sich noch fast 2 Jahre hinziehen. Also, langweilig kann es mir von daher nicht werden.

Einziger Wehrmutstropfen: Die letzten langen kalten Wochen gehen mir gehören auf den Sa*k! So ca. 11-12-mal/Tag versuche ich Johnny seit 2 1/2 Wochedn beizubringen, dass eine Wohnung eine Wohnung ist und gelöst wird sich: draußen.

So, jetzt könnte ich zwar noch lange quatschen, aber heute wenig Zeit. Sonntags viel wenig. Brauche Zeitmanagement-System. Neues 🙂

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Dem einen sein Sonnenuntergang, ist dem Anderen sein SONNENAUFGANG!

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Die derzeitige Verweigerungsmentalität in den blogs einen Jahresrückblick 2016 zu schreiben, hat nun auch mich erstmalig zu einem Jahres-Vorausblick bewogen, und zwar genau in dieser Reihenfolge:

Reisen, – als leidenschaftlicher Nomade freue ich mich riesig darauf, im neuen Jahr mit dem Wohnwagen Länder/Land und Menschen in innerer Ruhe neu zu begegnen. ( Also, Gemeinsamleben an Alle:- Warnung ist hiermit ergangen 🙂 )

Musik, – bereitet mir auf meinem Keyboard noch immer sehr viel Freude, besonders, in der Gruppe. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.

Offener, – mich in der Welt einzufinden. Menschen, Chancen, Augenblicke. Zeiten des tiefen Atmens.

Akzeptieren,- das die körperliche und geistige Spannkraft nachlässt, deutlich zu spüren jetzt, mit dem Eintritt in den Austritt. Aber auch dieser Wermutstropfen gehört zu dem neuen Kreis der zu akzeptierenden Veränderungen.

Und vielleicht,- bekommen wir noch Familienzuwachs. Einen Bolonka. Das steht zwar noch in den Sternen, aber was wären wir, würden wir nicht versuchen, danach zu greifen.

Ich wünsche uns allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr 2017, und das wir uns am 31.12.2017 wieder alle hier im Netz einfinden können, um dann mal wieder über unsere wunderschönen Erlebnisse des vergangenen Jahres zu schreiben.

Bleibt Gesund!

חג שמח

Die obigen Schriftzeichen sind hebräisch. „Chag sameach“ heißt es dort, wenn es richtig von rechts nach links gelesen wird, und bedeutet:

FROHES FEST.

In meinen nun bald 65 Lebensjahren kann ich mich nicht erinnern, dass Heilig Abend und der 1. Chanukkatag taggleich waren. Aber,- wie sich die Zeiten doch ändern:

als noch kleiner Junge wäre das für mich das absolute „worst case szenario“ gewesen :), wo ich es doch gewohnt war, mir zweimal etwas gegen Jahresende wünschen zu können. Einmal zu Chanukka, und einmal zu Weihnachten.

Dieses Jahr allerdings bin ich in einer Stimmung, in der ich dieses Aufeinandertreffen als etwas ganz Besonderes empfinde. In meiner derzeitigen extremen Dünnhäutigkeit bewegen mich alle Zeichen, in die ich ein friedvolles Miteinander zu interpretieren vermag, sehr, sehr stark und tief.

Und so wünsche ich uns allen, morgen, am 24. Dezember 2016:

CHAG SAMEACH.

 

 

Eine Verwandlung

meine ich derzeit im Netz zu erleben. Aus einem ehemals inspirierenden, interessanten, respektvoll sprühenden Netz kommt derzeit nur noch eine „digitale Klagemauer“ bei mir an. Alles ist furchtbar und schlimm, was zurzeit auf und in der Welt schief läuft und geschieht. Selbst, wenn es mal eine positiv klingende Nachricht gibt, transportiert sie das schlechte, das wahre, das negative, das mörderische: Castro, eine historische Persönlichkeit der Weltgeschichte!

Ätzend finde ich, dass sich selbst diese Einleitung hier nahtlos in das ganze negative, und damit destruktive Gejammere, einreiht. Und deshalb will ich nicht mehr schreiben. Dieses Geheule haben weder die Leser verdient, noch ich, der es schreibt. Keine Macht, weiteren negativ destruktiven Gedanken und Beiträgen im www, von denen wir alle nunmehr überreichlich bis zum „Geht nicht mehr“ geflutet sind.

Dumm nur: Ich brauche Input! Ständig!

Und was bekomme ich? Hypothetisches Gegackere über AfD, Trump, Erdogan, Brexit…. Man, ich fühl mich matt, ausgelaugt, gelangweilt. Genug der sich immer wiederholenden leeren Thesen, die so viele meinen an das Portal des Internets nageln zu müssen. Um die Welt zu retten. Um alle schlafenden Lämmer zu wecken. Erwachtet! (Lämmer). Ich bin müde.

Morgen werden es 4 Wochen. Die 2 Stockwerke zu unserer Wohnung „Hoch über den Wolken“ laufen sich mittlerweile fast wie von selbst. Das Nichtrauchen ist schon eine tolle Sache. Ja, doch.

Wirklich.

Echt.

Ja,ja…..

The gift….

….of love is the greatest gift of all.

„Das größte Geschenk ist das der Liebe“.

Recado. Ein wunderschöner, alter Bossa Nova.

Das Stück ist live von meinem Yamaha Keyboard aufgenommen und als Autodidakt mag man mir die Qualität nachsehen, doch ich musste es heute hier einstellen,

03. Oktober 2016

weil es von der Stimmung und dem Geist her meine Befindlichkeit zu diesem Tag ausdrückt. Mehr Besinnlichkeit und Dialog – das wünsche ich mir anlässlich dieses Gedenktages.

Bald jährt er sich wieder. Der Jahrestag 03. Oktober. Tag der deutschen Einheit.

Mit meinem nachfolgendem Beitrag möchte ich zum Nachdenken anregen, sowohl für die Menschen in den alten wie auch in den neuen Bundesländern:

  1. „Was wäre wenn……,“-  vor allem unter dem Aspekt, dass die großartige Integrationsleistung der Menschen aus der ehemaligen DDR, die überwiegend im Stillen verlief, in den alten Bundesländern vielfach noch immer nicht entsprechend gewürdigt werden kann (man stelle es sich umgekehrt vor, ca. 60 Millionen Westdeutsche müssten sich quasi über Nacht in einer ganz anderen Gesellschaftsordnung neu orientieren), wie auch
  2. „Was wäre wenn…..,“- es wirklich so gekommen wäre wie in der unten beschriebenen Fiktion erfunden, wie auch
  3. dass wir alle nur sehr schwer über unsere Schatten springen können, wenn es um kleine, aber sehr elementare Bestandteile unserer unterschiedlichen Sozialisierung geht. Und:
  4. das wir gegenseitig die unterschiedlichen Systeme noch immer sehr eingeschränkt betrachten und verstehen, im GUTEN wie im WENIGER GUTEN – wie mein folgender Beitrag zeigt.

 

Auf der anderen Seite 

(Eine Fiktion)

 

Ich bin im sogenannten kapitalistischen System der Bundesrepublik Deutschland „groß geworden“, in welchem eigene und ungeschriebenen Gesetze in den Kasten galten, also in der „der Armen“, „der Mittelschicht“ und „der Reichen“. ( „groß geworden“ – welch kleine Redewendung mit viel nachdenklichem Inhalt, denn-, kann man, wenn man groß geworden ist, auch wieder klein werden, und selbst, ginge es: Wäre es dann exakt mit umgekehrten Vorzeichen möglich oder bliebe doch immer etwas anhaften, was unumkehrbar ist, und……….?)

Nun denn. Kirche und Religion hatten noch einen regulativen Einfluss in diesem Gesellschaftssystem (als ich darin groß geworden bin), was auch in der Namensgebung der großen Parteien zum Ausdruck kam. Viele feine Nuancen in diesem System wurden von Kindesbeinen an mit uns immer und immer wieder eingeübt, in unterschiedlichster Weise und mit unterschiedlichem Erfolg, wie z.B. der des „Geben und Nehmen.“

Nein, nicht alles war gut. Aber auch nicht schlecht. Aber es kam anders. Im Einigungsvertrag vom 31.August 1990 wurde festgelegt, dass ein sozialistisches System, nach dem Muster der Deutschen Demokratischen Republik, die neue und gemeinsame Staats- und Gesellschaftsform des neuen Deutschlands werden soll.

Mir hatte das alles ganz gut in dem Kram gepasst. Ich war knapp vor der 40 und hatte alles, was man sich materiell in diesem Alter wünschen kann. Allerdings spürte ich schon damals, dass es auch sehr viel persönliche Kraft kostete, diesen Wohlstand aufrecht zu erhalten. „Konsumverzicht“ ging mir seinerzeit immer wieder durch den Kopf und nun waren über Nacht, aus Gedanken, Realitäten geworden. Ich war begeistert, wenn auch irgendwie, na, ich sage mal: Mit gemischten Gefühlen.

Anfangs waren die Veränderungen schleppend und kaum spürbar. Erst 1992, zwei Jahre später, nahm die Sache an Fahrt auf. Wir zogen aus unserem Haus, das zukünftig dem ortsansässigen Vorzeigebetrieb, dem VEB Porzellanmanufaktur, für seine vielen Wirtschaftsdelegationen zu dienen hatte. Das fanden wir nicht ganz so toll, war aber auch nicht zu ändern. Allerdings, – damit verschwanden gleichfalls meine oft schlaflosen Nächte, ob denn nun die Hypothek am Ende des laufenden Monats wieder bedient werden könnte. Unsere neue 4-Raum Wohnung lag dann sehr schön in einem neuerrichteten stadtnahen Wohngebiet und die 80,00 Mark Miete waren echt ein Kracher.

Ein wenig traurig war ich dann allerdings schon, da komm ich nicht umhin es zu beschönigen, als ich mein Auto der Wirtschaftskammer DfV (Devisen fürs Volk) übergab. Kraftfahrzeuge englischer Herkunft, also hergestellt im unbelehrbaren imperialistischen und kapitalistischen Westeuropa, waren nicht gerne gesehen. Man versprach mir aber, bald dafür als Ausgleich einen relativ guten und gebrauchten Volkswagen erstehen zu können. Und, falls ich in die Partei eintreten würde und meine Kaderakte weiterhin einen positiven Verlauf nehmen würde, könnte dieser Traum  schon innerhalb der nächsten 3 Jahre Wirklichkeit werden. Es hat dann, wie ein Wunder, nur 2,5 Jahre gedauert aber aus der Partei bin ich wieder ausgetreten. So richtig konnte ich mit den ganzen Wendehälsen nicht warm werden. (Übrigens, mein Motorrad, amerikanischer Herkunft mit den Initialen HD, hatte ich schon ein Jahr vorher in einer Nacht- und Nebelaktion außer Landes geschafft. Oh, oh, oh… gut, das davon keiner was mitbekommen hatte.)

Na ja, was soll ich viel erzählen. Heute bin ich fast 65 Jahre und Rentner. Kann wieder morgeNS lang schlafen. An das frühe aufstehen hatte ich mich nie gewöhnt, wie auch an andere kleine und unwichtige Details. Wählen? Wozu, warum? Und, Gottschalck ging nach Amerika, Westerwelle in die Schweiz, und die ewig Gestrigen nach Österreich. Bulgarien und Ostsee waren immer schön, aber total überlaufen. Den roten Platz habe ich nie gesehen und Novosibirks ist eine irre intersannte Stadt und lange nicht so langweilig wie der Krüger Nationalpark. Löwen kann ich auch im Leipziger Zoo sehen, und das sind keine 9 Flugstunden. 35 Minuten mit der 8. Und von wegen „Wiege der Menschheit“. Ich hatte dort keine „Wiege“ gesehen, als ich noch als Sklave des „höher“ und „weiter“-Systems dort urlaubte. Etwas schade finde ich allerdings, dass die Interflug Kuba von der Liste genommen hat. Da soll jetzt Bürgerkrieg sein. Die Anzahlung bekommen wir allerdings zurück. In Gutscheinen.

Demnächst ziehen wir in eine kleinere Wohnung. Die Kinder sind ja mittlerweile aus dem Haus und der Genosse von der Wohnungsbau meinte, dass diese große Wohnung ja jetzt den Werktätigen mit ihren Kindern zustehen würde. Klar, das ist ja selbstverständlich. Nur, woher wusste der das alles? Und diese Details?

Ist aber auch egal. Der ganze neumodische Kram, von dem der Genosse in der Nachbarwohnung immer hinter vorgehaltener Hand quatscht, wie Internet, Hybrid, Bio, Vegan, Handy….. und was weiß ich, geht mich nix mehr an. Denn: Ich hab ja meinen Schrebergarten, der mir sehr viel und große Freude macht, besonders, meine Mohrrüben-Züchtung. Mir ist es tatsächlich gelungen, verschiedene Mohrrübensorten zu züchten. Und zwar nicht nur, dass zu jeder Jahreszeit eine Ernte möglich ist, nein, jede Sorte hat auch eine besondere Farbe. Die einen rot, wie ihr sie alle kennt, die anderen grün, eine andere Sorte blau und meine Lieblingssorte: Violet. Ja, richtig: V I O L E T E  Mohrrüben! Man, ist das nicht geil? Ich hab`s ja schon immer gesagt: Irgendeine Herausforderung braucht doch der Mensch.

Oder?

Matthäus 26,41 oder….

…meine erste Zigarette.

(Ein Tatsachenbericht, zur weiteren und freien Assoziation des Lesers geschrieben)

Wir waren in unserer Clique erst 13 oder 14 Jahre jung, – aber irgendeiner brachte immer Zigaretten mit. 12 Stück für 1,00 DM. Sie waren niemals legal in unseren Verfügungsbereich gelangt. Mutter`s Geldbörse oder die damals neumodischen Gitterhalterungen an den Kassen der ersten Supermärkte machten es uns nicht sonderlich schwer, die gewünschte Anerkennung in der Clique zu erhalten. 50 Jahre her, und noch immer sehe ich die Bilder der Beschaffungsmassnahmen so deutlich vor mir, als wär`s gestern. Nein, Adrenalin dieser Art habe ich nie gewollt und nie gebraucht. Dennoch habe auch ich es getan, wollte ich weiterhin dazu gehören.

Oft wird in diesem Zusammenhang vom „Gruppenzwang“ gesprochen. Aber ich glaube, dass „Zwang“ die Sache nicht trifft und diese Wortschöpfung mehr einer Verniedlichung dienen soll. Gegen Zwänge kann man sich wehren. Wenn auch schwer. Deswegen würde ich es mehr als „Instinkt“ bezeichnen, die die Zugehörigkeit zu einer Gruppe aufrechterhalten will. „Überlebensinstinkt“. Die Gruppe bietet die Möglichkeiten, die ein Einzelner nicht frei setzen kann, geht es um`s Ganze. Ums Eigene. Leben.

Ja, und dann kam irgendwann die Mutprobe. „Los, mach jetzt. Du musst den Dampf der Zigarette einatmen.“ Jeder musste diese Mutprobe absolvieren und mein Körper wehrte und sträubte sich mit aller Kraft, diesen ekelhaften Qualm in die Lunge zu lassen. Anfangs. Doch mit jedem weiteren Lungenzug wurde die Abwehr schwächer und schwächer, bis ich nach gar nicht langer Zeit sogar Gefallen daran fand und abhängig nach diesem ekelhaften Lungenzug wurde. Und fortan schmeckte dieses langsam tödlich wirkende Zeug.

Für das erste Glas Bier brauchte es dann keine Mutprobe mehr. Ich spülte das abscheuliche Getränk wie eine Selbstverständlichkeit unter aller Augen hinunter. Nichts verriet nach außen meine Unverständlichkeit, wie und warum man so etwas trinken und sich antun muss. Auch hierbei hat es nicht lange gedauert, bis das abscheuliche Getränk eine Wirkung in mir erzeugte, die ich mochte.

Und alles wider besseres Wissen. Das hatte ich. Schon in sehr jungen Jahren versuchte meine Mutter mir eine Sicht der Distanz beizubringen: „Wenn jetzt alle die Rheinbrücke hinunterspringen, springst du dann auch? “ Aber Theorie ist nur ein netter Gast, wenn ich am reich gedeckten Tisch sitze. Denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach (Matthäus 26,41)

Ich schreibe das alles weil ich der Meinung bin, dass ich machtlos in der Auflehnung gegen meine eigenen Instinkte bin. Und nicht umsonst versagt uns die Evolution bis heute den Triumph des Geistes über das Fleisch. Sollte dieser Tag und Sieg jemals kommen, wird es glaube ich der „schwärzeste“ Tag, den die Menschheit jemals haben wird.

Der Preis bis dahin ist, mit „dem“ zu Leben und „das“zu akzeptieren, wie es ist. (K)ein hoher Preis,- das sich der Überlebensinstinkt, für mich als „Angst“ wahrnehmbar, jeweils in der Gruppe formiert, in der ich meine eigenen größten Chancen sehe. Chancen, – die ich wahr nehme, um durch Anerkennung und Machtstreben meine Zugehörigkeit zu erhalten und zu festigen. Selbst, wenn ich hin und wieder dabei des ekelhaften Beigeschmacks wegen kotzen möchte. Diese Instinktgetriebenheit lässt sich m.E.n. weder durch Elternhaus noch durch Bildung wegoperieren. Die Theorie wird nicht siegen. Die gefühlte Wirklichkeit, in der wir leben, entscheidet. Und diese wird durch die Gesellschaft gestaltet. Politiker sind dabei nur der verlängerte Arm, der Spiegel. Absolut überbewertet. Aber als Schuldige taugen sie allemal.

Und so wird also aus manchen Gruppierungen – wie aus einem Schneeball – eine Lawine, ein Sandsturm,  ein Tsunami… Offenen Auges können wir manchmal diese natürlichsten Katastrophen der Welt auf uns zu kommen sehen. Beginnen zu rennen, und rennen immer schneller, und noch schneller in der Hoffnung, das eigene Leben retten zu können. Manchmal sind die Menschen schnell genug. Manchmal nicht.

Wir können wegsehen und verdrängen. Oder wir können hinsehen und hoffen. Jeder so, wie er kann. Und jeder hat Recht. Sein Recht.